6h Fuji: WEC-Lauf ist ein wahrer Sportwagen-Klassiker
Am Wochenende gibt es das siebte Saisonrennen der FIA WEC. Schauplatz ist die Strecke in Fuji. Toyota hat somit Heimspiel. Die aktuelle WEC ist in Fuji seit 2012 unterwegs. Lediglich 2020 und 2021 wurde nicht gefahren.
Es ist soweit: Am kommenden Sonntag (15. September 2024) startet die Sportwagen-WM (FIA WEC) wieder durch. Schauplatz des vorletzten Saisonlaufs 2024 ist die 4,563 Kilometer lange Strecke in Fuji/Japan (ca. 100 km südwestlich der Hauptstadt Tokio gelegen), von der aus bei gutem Wetter auch der bekannte "Mount Fuji" gesehen werden kann.
Der Kurs weist ein sehr spezielles Layout auf. Das liegt zum einen an der ultralangen Start/Zielgeraden von über 1475 Metern Länge. Im Streckenabschnitt danach folgen eher lang gezogene Kurven für aerodynamischen Anpressdruck, bevor am Ende der Runde in den sehr engen Ecken ein gutes mechanisches Set-up gefragt ist. Gebaut wurde die Fuji-Strecke im Jahre 1965. Damals wurde nach Start/Ziel sogar eine Steilkurve errichtet, da man die Idee verfolgte, NASCAR-ähnliche Rennen in Japan auszutragen. Seit dem Jahr 2000 gehört der Komplex zum Toyota-Imperium.
Als Favorit gehen natürlich die beiden Toyota GR010 Hybrid, sowie auch Ferrari und Porsche ins Rennwochenende. Denn Toyota hat Heimspiel,
Genauso 2022 und 2023 - als es jeweils einen lockeren Doppelsieg gab. Für die Japaner ist der nächste Sieg also fast schon Pflicht. Zudem wird unweit der Strecke auch der Antriebsstrang des GR010 Hybrid (im Technik-Zentrum Higashi-Fuji) gefertigt. Somit werden viele interne Mitarbeiter das Event von vor Ort aus verfolgen.
Die 2021 eingeführten Hypercars hatten beim Auftritt 2023 eine Bestzeit von 1:27,794 Minuten erzielt (Kobayashi im Toyota in der Qualifikation). Die schnellste LMP1-Runde in Fuji stammt aus dem Jahre 2015. Diese drehte Mark Webber mit einer Zeit von 1:22,639 Minuten. Die beste Formel-1-Marke geht auf das Jahr 2008 zurück, als Ferrari-Pilot Felipe Massa im zweiten Qualifikationsabschnitt auf 1:17,287 Minuten kam. Die grundsätzlich schnellste Runde in Fuji fuhr der unvergessene Stefan Bellof. Im Porsche 956 schaffte er 1983 eine Zeit von 1:10,02 Minuten. Der Vergleich zur Neuzeit hinkt jedoch, da damals ein Streckenlayout von nur 4,360 Kilometern Länge verwendet wurde.
Ein ganz besonderes Sportwagen-Rennen gab es im November 1999 in Fuji zu bestaunen. Seinerzeit begann der Le-Mans-Veranstalter ACO seine weltweite Expansionsidee. Ähnlich wie 1998 das erste "Petit Le Mans" auf der Strecke von Road Atlanta (aus dem 1999 die American Le Mans Series entstand) sollte das Fuji-Event das Interesse für eine LMP-Serie auf dem asiatischen Markt abklopfen. Toyota schickte seinen TS020 und Nissan den offenen R391. Sowohl die Pole-Position als auch die schnellste Runde ging an den Toyota von Ukyo Katayama, Toshio Suzuki und Keiichi Tsuchiya. Doch den Sieg sicherte sich Nissan mit Érik Comas, Satoshi Motoyama und Masami Kageyama.
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