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3. Training Kanada: Norris vorne, Piastri in Mauer

​Drittes freies Training zum Kanada-GP auf dem Circuit Gilles Villeneuve von Montreal: Lando Norris im McLaren ist Schnellster, vor Leclerc, Russell und Hamilton, WM-Leader Piastri in Schwierigkeiten.

Formel 1

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Hosen runter auf dem Circuit Gilles Villeneuve: Das dritte freie Training auf der Traditionsrennstrecke vor Montreal war die letzte Möglichkeit für die Piloten, ihren Wagen im Quali-Trimm auszuprobieren, bevor es ins Abschlusstraining geht (bei uns ab 21.30 Uhr im Live-Ticker).

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Die Fahrer traten unter besten Bedingungen an: 20 Grad Lufttemperatur, die Bahn auf 44 Grad aufgewärmt, harmlose Schäfchen-Wolken, keine Regenzellen in Sicht.

George Russell, Schnellster im zweiten Training: "Wir sehen generell besser aus, wenn es nicht heiss ist, und mit knapp 20 Grad sind die Temperatur hier eher niedriger als sonst."

McLaren hatte am Freitag Mühe mit der Abstimmung und auch deswegen neigten die Reifen zum Körnen – wenn sich auf der Reifenoberfläche kleine Gummikügelchen bilden, wie bei einem Radiergummi, der Wagen rutscht noch mehr, ein Teufelskreis.

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Formel-1-Champion Nico Rosberg: "McLaren hat ein Auto entwickelt, das auf den meisten Strecken sehr gut funktioniert. Aber Kanada ist nicht wie die meisten Strecken, mit diesen schnellen Passagen und dann ganz langsamen Kurven, drei heftigen Bremszonen, wo der Wagen sehr stabil liegen muss, diesem Stop and go-Charakter eines Strassenkurses. Wenn dann die Abstimmung nicht perfekt ist, dann fährt eben auch mal ein McLaren hinterher, so wie wir das hier am Freitag erlebt haben."

Die Autos von McLaren in unterschiedlicher Konfiguration: Lando Norris mit der modifizierten Vorderradaufhängung (die angeblich mehr Abstimmungs-Spielraum erzeugt), Oscar Piastri mit der bisherigen.

Erst nach einer Viertelstunde mehr als zehn Autos auf der Bahn, die Fahrer wussten genau – die Verhältnisse sind zum Schluss der Trainingsstunde am besten. Und dann jammern natürlich alle über Verkehr.

Der Argentinier Franco Colapinto entging mit Ach und Krach einem Kuss der berüchtigten Wall of Champions, am Eingang von Start und Ziel. Der Alpine-Fahrer steht nach schwachen Vorstellungen mächtig unter Druck und braucht dringend ein Erfolgserlebnis.

Nach 20 Minuten schrammte Piastri der Wall of Champions entlang – platter Reifen rechts hinten, Verdacht auf Aufhängungsschaden, rote Flagge! Denn auf der Bahn lagen Trümmerteile des McLaren.

Der australische WM-Leader brachte seinen Wagen in langsamer Fahrt zurück an die Box, dort wurde auch das Getriebe inspiziert, das solche seitlichen Schläge selten gut verdaut.

Sauber/Audi-Fahrer Nico Hülkenberg hatte an der gleichen Stelle einen Dreher, konnte einen heftigen Einschlag verhindern, streifte aber mit den Flügeln vorne und hinten die Mauer.

Wie immer im freien Training lief die Uhr gnadenlos weiter, nach fünf Minuten Pause konnte es weitergehen.

Stand nach einer halben Stunde: Leclerc noch immer vorne, nun 137 Tausendstel vor Lando Norris, dann Alonso, Hamilton, Russell, Verstappen auf P9, Hülkenberg Letzter.

Piastri kam erst mal nicht raus: Längere Prüfung der Hinterradaufhängung.

Sein McLaren-Stallgefährte Norris übernahm die Führung, eine satte halbe Sekunde vor Leclerc und Verstappen, dann Russell noch schneller als Norris.

Max beklagte sich am Funk über vordere Bremsen, die nicht richtig beissen. Was den Champion nicht daran hindert, auf P3 hoch zu rücken, 141 Tausendstel hinter Russell, auch hinter Norris.

Lewis Hamilton dann auf einer seiner Lieblingsstrecke mit neuer Bestzeit für Ferrari! Applaus der Tifosi von den Tribünen. Aber Russell konterte und setzte sich mit Mercedes erneut an die Spitze, drei Zehntel schneller als Ferrari-Star Hamilton.

Oscar Piastri inzwischen wieder auf der Bahn, Stand nach 40 Minuten: Russell, Hamilton, Norris, Verstappen, Piastri, Leclerc, Sainz, Albon, Alonso und Hadjar.

Lando Norris übernahm eine knappe Viertelstunde vor Schluss das Kommando, während Haas-Fahrer Oliver Bearman rechts hinten die Wall of Champions kennenlernte.

Max Verstappen konnte sich verbessern, blieb aber Vierter hinter Norris, Russell und Hamilton. Max’ Stallgefährte Yuki Tsunoda zum gleichen Zeitpunkt Letzter, an die Box gefesselt, sein Auto mit zerlegter Bremse.

Hamiltons Versuch, sich zu verbessern, wurde vom herumgondelnden Colapinto verhindert, die Blockade aus diesen zwei Fahrern behinderte den dahinter fahrenden Gasly.

Max Verstappen am Funk: "Ich habe keinen Grip hier, ich rutsche nur herum."

RBR-Kollege Yuki Tsunoda hatte andere Sorgen: Die Bremsen funktionierten wieder, dafür ermittelt nun die FIA wegen eines Vergehens bei roter Flagge (entweder zu schnell unterwegs oder einen Rivalen überholt). Sollte sich das erhärten, muss der Japaner mit einer Strafversetzung rechnen in der Startaufstellung.

Das letzte Worte hatte Ferrari-Fahrer Charles Leclerc – 78 Tausendstelsekunden hinter Leader Norris Zweiter. Mit Ferrari ist im Abschlusstraining zu rechnen. Denn Charles sagte am Funk: "Zu viele Fehler auf dieser Runde."

3. Training, Kanada

01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:11,799 min

02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:11,877

03. George Russell (GB), Mercedes, 1:11,950

04. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:12,050

05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:12,072

06. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:12,247

07. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:12,348

08. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:12,519

09. Carlos Sainz (E), Williams, 1:12,519

10. Alex Albon (T), Williams, 1:12,573

11. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:12,651

12. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,684

13. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:12,791

14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:12,794

15. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:12,825

16. Esteban Ocon (F), Haas, 1:12,827

17. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:13,060

18. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:13,072

19. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:13,172

20. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:13,573

2. Training, Kanada

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01. George Russell (GB), Mercedes, 1:12,123 min

02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:12,151

03. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:12,411

04. Alex Albon (T), Williams, 1:12,445

05. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:12,458

06. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:12,562

07. Carlos Sainz (E), Williams, 1:12,631

08. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:12,653

09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:12,666

10. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:12,751

11. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:12,799

12. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,874

13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:12,896

14. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:12,914

15. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:12,939

16. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:13,080

17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:13,175

18. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:18,898

19. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, ohne Zeit

Nicht im Einsatz: Charles Leclerc (MC), Ferrari

1. Training, Kanada

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:13,193 min

02. Alex Albon (T), Williams, 1:13,232

03. Carlos Sainz (E), Williams, 1:13,275

04. George Russell (GB), Mercedes, 1:13,535

05. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:13,620

06. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:13,631

07. Lando Norris (GB), McLaren, 1:13,651

08. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:13,737

09. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:13,817

10. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:13,885

11. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:13,927

12. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:13,972

13. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:14,002

14. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:14,198

15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:14,203

16. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:14,324

17. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:14,520

18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:14,605

19. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:14,645

20. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:14,821

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McLaren Formula 1 Team

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