Albon (Williams): 11 Runden zurück nach Kamera-Panne, 14 min Boxenstopp
11 Runden Rückstand, 14 Minuten beim Boxenstopp und ein Problem mit einer Kamera – Williams-Pilot Alex Albon erlebte ein Seuchen-Rennen in Barcelona. Der Formel-1-Pilot erklärt, was passiert ist.
Mit sage und schreibe elf Runden Rückstand auf Sieger Lewis Hamilton erreichte Williams-Pilot Alex Albon in Barcelona die Ziellinie. Der Grand Prix auf dem Kurs in Montmelo nahe der katalanischen Metropole ging über 66 Runden, entsprechend wurde Albon mit seinen 55 Runden offiziell nicht mal als erfolgreiche Zieleinfahrt gewertet. Ausgelöst wurde die lange Hinterherfahrt durch ein Problem an einer Kamera im Cockpit.
Reparaturstopp zerstörte Rennen
Albon erklärte nach dem Rennen merklich niedergeschlagen: «Ich glaube, es war über meinem Kopf, deshalb habe ich es nicht gesehen.» Die Reparaturarbeiten dauerten so lange, dass Albon dann schon einen Rückstand von mehreren Runden hatte. Entsprechend fasste man beim englischen Team den Entschluss, dass man das Rennen nur noch für die Datengewinnung beenden würde.
Rennen wird zum FP4
Albon: «Nach der Sache mit der Kamera dachten wir uns: Wir werden sowieso keine Punkte holen, also können wir das Ganze genauso gut in eine Testfahrt umwandeln. Das haben wir dieses Jahr schon ein paar Mal gemacht.» Im End-Klassement kam Albon auf insgesamt 14 Minuten Boxenstoppzeit und elf Runden Rückstand. Ein viertes freies Training quasi.
Schon in Japan baute Albon sein Rennen kurzfristig zur Testsession um. Die Zeit auf der Strecke und entsprechend zur Datensammlung ist bitter nötig: Williams startete verspätet ins neue Reglement, verpasste den Shakedown in Barcelona Ende Januar und schiebt seitdem einen Rückstand in der Entwicklung im Vergleich zur Konkurrenz vor sich her.
Problembehebung mitten im GP
Albon: «Wir haben nach dem Qualifying gesehen, dass es ein Problem mit dem Auto gab. Wir konnten es nicht beseitigen, aber wir haben es so weit in der Garage anpassen können, dass es wieder grob so war, wie es sein sollte.» Was genau das Problem war, konnte Albon nach dem Rennen nicht sagen, nur so viel: «Etwas Mechanisches am Auto. Wir müssen das verstehen. Das Auto verhält sich in Links-Rechts-Kurven nicht richtig, und wir müssen das beheben. Vielleicht ist es ein kleiner Trost, jetzt etwas mehr darüber zu wissen, aber gleichzeitig möchte ich einfach sicherstellen, dass das Problem in Österreich nicht mehr auftritt.» Denn dort wird auf dem Red Bull Ring in zwei Wochen das nächste Rennen gefahren.
Albon: «Ich denke, die Autos sind so neu, und wir erkennen, dass es nicht nur um die Zuverlässigkeit auf der Strecke geht. Es gibt auch eine Zuverlässigkeit hinter den Kulissen. Wir durchlaufen gerade sozusagen einen Prozess, um sicherzustellen, dass die Teile im Auto das tun, was sie tun sollen.»
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