Andreas Kofler (Yamaha) in Misano: Bremse beschädigt und ein Fehlgriff
Die Hitzeschlacht auf dem Misano World Circuit war nicht nur für Andreas Kofler eine Herausforderung. Für die ersten Punkte in der Supersport-WM 2026 reichte es für den Yamaha-Piloten erneut nicht.
Auch an seinem sechsten Einsatz in der Supersport-WM 2026 verpasste Andreas Kofler die Punkteränge – damit ist der Österreicher freilich nicht alleine: Die QJ-Werkspiloten Raffaele De Rosa und Marcos Ramirez, 300er- und WorldWCR-Weltmeisterin Ana Carrasco (Honda), Oliver König (Triumph), Borja Jimenez (Ducati), Leonardo Taccini (Ducati) und Jacopo Cretaro (MV Agusta) teilen das Schicksal des 21-Jährigen aus Vöcklabruck.
Und man muss festhalten: Kofler stemmt als einziger Teilnehmer in diesem Jahr den Auftritt in der Weltmeisterschaft mit einem eigenen Team, was alleine ein Kraftakt ist.
Auf dem Misano World Circuit waren die Punkteränge für den Yamaha-Piloten nach Platz 28 im Qualifying ohnehin unrealistisch. Als 28. und 30. in den beiden Rennen nimmt Kofler das Positive mit.
«Grundsätzlich haben wir gute Ansätze gefunden und im Großen und Ganzen ist es nicht schlecht gelaufen, dennoch war der Verlauf in den Rennen nicht recht glücklich», erzählte der zweifache IDM-Champion. «Ich konnte [im ersten Rennen] einen Sturz vermeiden, bin aber dabei mit dem Oberkörper an die Bremsanlage geknallt und habe den Flüssigkeitsbehälter beschädigt. Der ist dann abgebrochen und ich bin musste an die Box. Den Rest vom Rennen haben wir dann nur für Trainingsrunden nützen können. Der Start war gut und ich hatte eine gute Gruppe, aber durch das Problem mit der Bremse war nichts mehr möglich.»
Im noch heißeren Sonntagsrennen hatte Kofler ein anderes Problem. «Wir haben ein wenig etwas am Set-up geändert und uns leider vergriffen. Wir wollten etwas probieren, am Ende bin ich aber ein bisschen chancenlos nur mitgefahren im Rennen», bedauerte der Oberösterreicher. «Nun folgt eine Pause, die wir nützen wollen, um uns in der zweiten Saisonhälfte zu steigern. Donington wird nicht einfach, denn ich bin noch nie auf dieser Strecke gewesen. Aber heuer bin ich schwere Aufgaben schon gewohnt und wir werden als Team alles geben.»
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