Wieder Alpine! Nachträgliche Strafe wirbelt GP-Klassement durcheinander
Weil nachträglich eine Strafe gegen Alpine-Pilot Franco Colapinto verhängt wurde, verschoben sich gleich mehrere Positionen im Formel-1-Rennergebnis von Barcelona. Zwei Piloten bekommen mehr Punkte.
Deja-vu fürs französische Alpine-Team! Wie schon in Monaco bringt eine Zeitstrafe für einen Alpine-Piloten das Renn-Klassement und auch die WM-Punkteliste durcheinander. Weil Franco Colapinto nach dem Rennen noch eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt bekam, rutschte der Argentinier im Rennergebnis zwei Positionen nach unten. Colapinto ist nur noch Zehnter statt Achter. Das bedeutet für die beiden Racing Bulls-Piloten Liam Lawson und Arvid Lindblad, dass sie je eine Position nach oben rücken: Lawson ist nun Achter, Lindblad Neunter. Einen Punkte-Nachrücker gibt es diesmal nicht. Gabriel Bortoleto bleibt Elfter und damit punktlos.
Schon Strafenwirrwarr um Alpine vor einer Woche
Schon in Monaco und in den Tagen danach hatte es Wirbel um Alpine-Zeitstrafen gegeben: Pierre Gasly war im Fürstentum als Dritter über die Ziellinie gekommen. Doch weil er zwei Zeitstrafen zu je fünf Sekunden im Rennen nicht verbüßt hatte, wurden die auf seine Renndauer aufgerechnet – damit rutschte der Franzose vom Podium. Sein Landsmann Isack Hadjar (Red Bull Racing) feierte in Monaco einen Podestplatz. Doch Alpine legte Protest ein – und gewann. Gleich zweimal veränderte eine Alpine-Strafe also das Rennergebnis von Monaco. Stand jetzt.
Gasly hatte in Monaco zweimal fünf Sekunden Strafe bekommen, weil er in der Boxengasse zu schnell gewesen sein soll. So erging es auch vier weiteren Fahrern (Hamilton, Russell, Colapinto und Piastri), die ihre Strafe allerdings im Rennen verbüßten. Es stellte sich später durch die Ermittlungen heraus, dass das Formula One Management falsch gemessen hatte, die Fahrer tatsächlich nicht über 60 km/h waren. Gaslys Strafen wurden nachträglich abgezogen und er rückte wieder aufs Podium, ist also nun Dritter statt Siebter. Die Fahrer dazwischen rückten nach hinten, obwohl sie teilweise auch zu Unrecht bestraft worden waren. Protest regte sich.
Red Bull Racing und McLaren hatten angekündigt, die Entscheidung pro Gasly anzufechten. Die dafür nötige Absichtserklärung wurde binnen der 60-minütigen Frist hinterlegt. Ob sie auch wirklich gegen die Regelhüter von der FIA vorgehen, ist noch nicht bekannt. Dafür haben sie ab der Absichtserklärung (Freitag,12. Juni) vier Tage Zeit.
Nun in Barcelona ein Deja-vu für Fans und Team: Alpine mit einer Strafe. Diesmal wurde die 10-Sekunden-Strafe nach dem Rennen ausgegeben, weil Colapinto noch angehört wurde, bevor er bestraft wurde. Colapinto war unter einfacher gelber Flagge nicht ausreichend vom Gas gegangen. Dafür bekam er zehn Sekunden nachträglich auf die Renndauer und einen Strafpunkt. Er steht jetzt bei zwei Punkten in den vergangenen zwölf Monaten. Diesmal sind keine Proteste bekannt.
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