Armes Deutschland: 2018 nur 2 Fahrer in der Formel 1
Die früheren Formel-1-Grossmachten Grossbritannien und Deutschland sind 2018 mager vertreten. Nur Frankreich hat mit drei Fahrern einen stattlichen Anteil im Feld der 20 Grand-Prix-Piloten.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
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Die Formel 1 ist zu einem kunterbunten Teppich geworden. Vorbei die Zeiten, als Länder wie Grossbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland ein halbes Dutzend Fahrer oder mehr stellten.
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Im Startfeld 2018 kann nur Frankreich drei Piloten vorweisen (Esteban Ocon, Romain Grosjean und Pierre Gasly), Deutschland (Sebastian Vettel und Nico Hülkenberg), Finnland (Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas) sowie Spanien (Fernando Alonso und Carlos Sainz) kommen auf je zwei. Alle weiteren Länder sind mit je einem Piloten vertreten: Mexiko (Sergio Pérez), Dänemark (Kevin Magnussen), Belgien (Stoffel Vandoorne), Grossbritannien (Lewis Hamilton), Russland (Sergey Sirotkin), Australien (Daniel Ricciardo), Neuseeland (Brendon Hartley), die Niederlande (Max Verstappen), Schweden (Marcus Ericsson), Monaco (Charles Leclerc) sowie Kanada (Lance Stroll).
Viele Fans fragen sich: Wann hatte Deutschland letztmals weniger als drei Stammfahrer in der Formel-1-WM? Und wenn wir gleich dabei sind: Stimmt die Formel-1-Legende, wonach Michael Schumacher in jedem seiner Formel-1-Jahre der erfolgreichste Deutsche war?
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Beginnen wir hinten: Nein, Schumi war nicht in jedem seiner Einsatzjahre automatisch der erfolgreichste Deutsche. Während seiner zweiten Karriere bei Mercedes wurde er drei Mal in Folge von Nico Rosberg geschlagen. 1997 wurde er von der FIA aus der Wertung geworfen – wegen der Kollision mit Jacques Villeneuve beim WM-Finale. 1999 verpasste er wegen des Beinbruchs von Silverstone einen Teil der Saison.
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Letztmals weniger als drei deutsche Stammfahrer, das gab es beim WM-Auftakt 2017 – als Pascal Wehrlein seine Blessuren vom Race of Champions auskurieren musste. Davor aber zwölf Jahre lang nicht! Vor Australien und China 2017 müssen wir bis nach Indianapolis 2005 zurückgehen, als Ralf Schumacher nach dem ersten Training bei Toyota durch Ricardo Zonta ersetzt werden musste.
1996, also vor mehr als zwanzig Jahren, waren Heinz-Harald Frentzen und Michael Schumacher die einzigen beiden deutschen Piloten in der Formel-1-WM. Wir haben eine kleine Übersicht zusammengestellt, aus welcher Sie auch die WM-Platzierungen der Deutschen in den letzten rund zwanzig Jahren sehen. 2017: Sebastian Vettel (2.), Nico Hülkenberg (10.), Pascal Wehrlein (18.) 2016: Nico Rosberg (1.), Sebastian Vettel (4.), Nico Hülkenberg (9.), Pascal Wehrlein (19.) 2015: Nico Rosberg (2.), Sebastian Vettel (3.), Nico Hülkenberg (10.) 2014: Nico Rosberg (2.), Sebastian Vettel (5.), Nico Hülkenberg (9.), Adrian Sutil (18.), André Lotterer (24.) 2013: Sebastian Vettel (1.), Nico Rosberg (6.), Nico Hülkenberg (10.), Adrian Sutil (13.) 2012: Sebastian Vettel (1.), Nico Rosberg (9.), Nico Hülkenberg (11.), Michael Schumacher (13.), Timo Glock (20.) 2011: Sebastian Vettel (1.), Nico Rosberg (7.), Michael Schumacher (8.), Adrian Sutil (9.), Nick Heidfeld (11.), Timo Glock (25.) 2010: Sebastian Vettel (1.), Nico Rosberg (7.), Michael Schumacher (9.), Adrian Sutil (11.), Nico Hülkenberg (14.), Nick Heidfeld (18.), Timo Glock (25.) 2009: Sebastian Vettel (2.), Nico Rosberg (7.), Timo Glock (10.), Nick Heidfeld (13.), Adrian Sutil (17.) 2008: Nick Heidfeld (6.), Sebastian Vettel (8.), Timo Glock (10.), Nico Rosberg (13.), Adrian Sutil (20.) 2007: Nick Heidfeld (5.), Nico Rosberg (9.), Sebastian Vettel (14.), Ralf Schumacher (16.), Adrian Sutil (19.), Markus Winkelhock (26.) 2006: Michael Schumacher (2.), Nick Heidfeld (9.), Ralf Schumacher (10.), Nico Rosberg (17.), 2005: Michael Schumacher (3.), Ralf Schumacher (6.), Nick Heidfeld (11.) 2004: Michael Schumacher (1.), Ralf Schumacher (9.), Nick Heidfeld (18.), Timo Glock (19.) 2003: Michael Schumacher (1.), Ralf Schumacher (5.), Heinz-Harald Frentzen (11.), Nick Heidfeld (14.), 2002: Michael Schumacher (1.), Ralf Schumacher (4.), Nick Heidfeld (10.), Heinz-Harald Frentzen (18.) 2001: Michael Schumacher (1.), Ralf Schumacher (4.), Nick Heidfeld (8.), Heinz-Harald Frentzen (13.) 2000: Michael Schumacher (1.), Ralf Schumacher (5.), Heinz-Harald Frentzen (9.), Nick Heidfeld (20.) 1999: Heinz-Harald Frentzen (3.), Michael Schumacher (5.), Ralf Schumacher (6.), 1998: Michael Schumacher (2.), Heinz-Harald Frentzen (7.), Ralf Schumacher (10.) 1997: Heinz-Harald Frentzen (2.), Ralf Schumacher (11.), Michael Schumacher (disqualifiziert) 1996: Michael Schumacher (3.), Heinz-Harald Frentzen (12.)
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