Fragezeichen nach Ungarn-GP: Charles Leclerc trotz Platz 4 enttäuscht
Charles Leclerc durfte den GP auf dem Hungaroring als Zweiter in Angriff nehmen. Die Ziellinie kreuzte der Monegasse als Vierter. Danach machte der Ferrari-Star aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis.
Die Erwartungen waren gross, beim letzten Rennen vor der Sommerpause ein Top-Ergebnis einzufahren, schliesslich durfte Charles Leclerc auf dem Hungaroring aus der ersten Startreihe in den elften GP der Saison gehen. Bis zum Rennstart war das Wochenende in Ungarn gut verlaufen, doch der Schwung war weg, als die Lichter der Startampel ausgingen.
Leclerc fiel in der ersten Runde auf die fünfte Position zurück, doch durch die 5-sec Strafe seines Teamkollegen Lewis Hamilton, der die Extra-Zeit fürs Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse kassierte, schaffte es der Monegasse auf der vierten Position liegend ins Ziel. Doch das war für ihn kein Gewinn.
Nach dem Rennen klagte der 28-Jährige: «Das ist ein enttäuschendes Wochenende, und für mich steht im Mittelpunkt, dass wir in den letzten drei WM-Runden zwei Rennen hatten, in denen wir mit Schwierigkeiten gerechnet haben, die wir aber auf den Plätzen 1 und 2 beendet haben. Und auf diesem Kurs, den wir als gutes Pflaster für unser Auto ansehen, kamen wir nicht über den vierten Platz hinaus.»
Konstantere Leistung gefragt
Das treffe auf beide Seiten der Box zu, betonte Leclerc: «Es ist eine klare Tendenz zu sehen, es ist ja nicht so, dass ein Fahrer gut abschneidet, weil er sich besonders gut anstellt. Beide Autos sind auf jenen Strecken gut, auf denen wir mit Problemen gerechnet haben. Und beide tun sich da schwer, wo wir ein starkes Ergebnis erwarten. Das müssen wir erst verstehen.»
Obwohl dieses Muster Fragezeichen aufwirft, machte Leclerc nach dem Fallen der Zielflagge auch einen Faktor aus, der wesentlich zum Ergebnis in Ungarn beigetragen hat: «Wir haben einen hohen Preis bezahlt für den schlechten Start. Aber wir waren auch zu keinem Zeitpunkt im Rennen überlegen. Der erste Stint auf der harten Mischung war nicht schlecht. Und auch der letzte auf den weichen Reifen war ziemlich gut. Aber es gab zu viele Höhen und Tiefen. Und ich glaube, daran müssen wir wirklich arbeiten, wir müssen konstanter werden. Denn Lewis hatte nicht die gleichen Sorgen. Es ist einfach eigenartig, wie unzusammenhängend das aussieht.»
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