Audi-F1-Chef Mattia Binotto: Renn-Ausfälle sind «gut für uns»
Die Formel 1 ist derzeit wegen der zwei GP-Absagen in Bahrain und Saudi-Arabien in einer Zwangspause. Audi-F1-Projektchef Mattia Binotto erklärt, warum die Pause für die Audi-Truppe von Vorteil ist.
An den ersten drei Rennwochenenden des Formel-1-Jahres 2026 hatte das deutsche Audi-Team mit Verlässlichkeitsproblemen, schwachen Starts und allerlei Kinderkrankheiten zu kämpfen. Da kommt die fünfwöchige Formel-1-Pause, bedingt durch die Rennabsagen in Bahrain und Saudi-Arabien, gerade wie gerufen.
In Suzuka erwischten beide Autos einen schlechten Start. Nicht das erste Mal, dass die ersten Sekunden des Rennens nicht für, sondern gegen die Truppe aus dem deutschen Neuburg und dem schweizerischen Hinwil laufen.
Audi: Schwache Starts ein Problem
Drei Rennwochenenden gefahren, darunter drei Grands Prix und ein Sprint, viele weitere Trainingskilometer gesammelt. Die Datensammlung aller Teams ist nun noch breiter und umfangreicher. Da kommt die ungeplante fünfwöchige Rennpause für die Teams wie gerufen, bei denen es gerade nicht optimal läuft.
Angesprochen auf die schwachen Starts seiner Mannschaft, sagte Audi-F1-Projektchef Mattia Binotto: «Es ist nicht das erste Mal, also ist das eindeutig nicht unsere Stärke. Bislang haben wir uns um das Thema nicht groß gekümmert, weil es nicht zu den großen Dingen gehört, um die wir uns kümmern mussten. Aber auf der anderen Seite hat es hohe Priorität für uns, weil wir eigentlich ein gutes Paket haben, aber beim Start Positionen verlieren.»
Pause gibt dem Team mehr Zeit
Daher urteilt der in der Schweiz geborene Italiener, der seit dem Abgang von Jonathan Wheatley auch die Funktionen eines Teamchefs übernommen hat: «Es ist also gut für uns, würde ich sagen, dass zwei Rennen gestrichen wurden. Wir als Team haben so mehr Zeit, innezuhalten. Der Start der neuen Saison war für uns in gewisser Weise reaktiv. Wintertests, neues Team, so viel zu lernen, an der Verlässlichkeit arbeiten. Wir hatten wirklich keine Zeit, um überhaupt an Weiterentwicklungen zu denken. Damit zu beginnen, wird also in den nächsten Wochen unsere Priorität sein, damit wir in Miami besser vorbereitet sind.»
Am Wochenende vom 1. bis 3. Mai wird in Miami gefahren. Dazwischen ist nun Zeit für Arbeiten in Fabrik und Simulator, um an Weiterentwicklungen zu arbeiten oder konkrete Probleme in den Griff zu bekommen.
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