Bremsprobleme & Kritik in Monaco: Ferrari-Star Charles Leclerc nun wortkarg
Charles Leclerc fand nach dem Abflug im Heimspiel von Monaco klare Worte: Er beklagte ein Bremsproblem, das er als gefährlich bezeichnete. Im Fahrerlager von Barcelona schlägt er nun leisere Töne an.
Für Charles Leclerc endete der Heim-GP in Monte Carlo enttäuschend. Der Lokalmatador, der aus der zweiten Reihe losgefahren war, kam nicht ins Ziel, er landete nach 64 Runden in der Streckenbegrenzung. Danach schimpfte er über seine Bremsen und erklärte, dass die Situation gefährlich gewesen sei. Bremsen-Hersteller Brembo reagierte bestürzt auf die Aussagen des Ferrari-Stars und betonte, dass man von den Aussagen überrascht sei.
Wie viel Wirbel Leclerc mit seinen Worten in Monte Carlo intern ausgelöst hat, lässt sich nur erahnen. Fakt ist, dass er in Barcelona sehr viel wortkarger auf das Thema reagierte. Er betonte zwar, dass er seine Meinung nicht geändert habe. «Aber ich will da nicht zu viel darüber reden. Ich spreche nur selten so schnell über ein Problem, aber wenn ich es tue, dann nach vorheriger Prüfung der Fakten. Und ich habe das getan, deshalb gibt es nicht viel hinzuzufügen.»
Charles Leclerc: «Erwarte keine Revolution»
Die Frage, ob er mit einem anderen Material glücklicher werde, beantwortete der 28-Jährige auch ausweichend: «Es ist klar, dass wir nun die Konfiguration wohl etwas verändern werden. Ich muss zuerst testen, um zu wissen, wie viel wir verändern, Ich erwarte aber keine Revolution. Nichtsdestotrotz erwarte ich, dass es in einigen Fällen besser werden wird», betonte er. «Ich werde morgen sehen, wie es läuft.»
Mit Blick auf die zwei zweiten Plätze seines Teamkollegen Lewis Hamilton in den jüngsten Kräftemessen stellte Leclerc auch klar: «Ich denke, er war von Anfang an ganz bei der Sache. Er war sehr, sehr stark. Diese Autos scheinen ihm einfach auch etwas besser zu liegen als die vorherige Generation, die wohl etwas schwierig zu fahren war. Einige kleine Unterschiede können letztlich einen grossen Unterschied machen. Dann kommt noch der Motor dazu, der wirklich ganz anders ist, aber das ist für alle das Gleiche. Ich denke, beim Chassis läuft es für ihn nun sehr viel natürlicher.»
Der achtfache GP-Sieger bestätige, was Hamilton bereits in seiner Medienrunde offenbart hatte: Als der siebenfache Champion beim dritten Kräftemessen in Suzuka auf seine Lösung wechselte, lehnte Leclerc diese ab. «Was Lewis sagt, stimmt. Es war eine Entscheidung, die wir als Team gefällt haben. Und die letzten beiden Rennwochenenden waren schwieriger für mich als ich es zunächst erwartet hatte. Ich werde nun in die gleiche Richtung wie Lewis gehen.»
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