Kimi Antonelli warnt vor Barcelona-GP: «Das wird nicht einfach werden»
F1-WM-Leader Kimi Antonelli feierte in Monaco einen emotionalen Sieg. Der Mercedes-Star konzentriert sich aber bereits auf das anstehende Rennen in Barcelona. Dieses werde nicht einfach, weiss er.
Fünf GP-Siege in Folge und 66 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Lewis Hamilton: Kimi Antonelli hat mit seinem Triumph in Monaco seine Erfolgssträhne verlängert und seine Lage im WM-Fight gegen den Rest des Formel-1-Feldes verbessert. Der erst 19-jährige Mercedes-Star gestand nach seinem Sieg im prestigeträchtigen Rennen im Fürstentum: Mit diesem Saisonauftakt hatte er nicht gerechnet. Wie auch, er bestreitet ja auch erst seine zweite Saison in der Königsklasse.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der seinen jungen Schützling aufs Monaco-Podest begleitet hatte, betonte, dass das junge Alter des WM-Leaders wohl ein Vorteil für denselben sei, weil er sich den Kopf nicht zu sehr zerbreche und einfach seinem Instinkt folge. Antonelli selbst erklärte: «Ich arbeite daran, die Messlatte Schritt für Schritt höher zu legen. Wenn man ein konkurrenzfähiges Auto hat und das gesamte verfügbare Potenzial ausschöpfen soll, ist es unvermeidlich, dass man wichtige Ergebnisse anstrebt.»
Monaco-Erfolg bereits abgehakt
Im Fahrerlager von Barcelona sprach er über die Feier nach dem Monaco-Triumph: «Ich will nicht wissen, was im Wasser des Hafens war, aber es war erfrischend, reinzuspringen. Es war gut, diesen Moment mit dem Team zu teilen, daran erinnere ich mich wahrscheinlich mein ganzes Leben. Aber Monaco liegt nun in der Vergangenheit, jetzt steht Barcelona an und wir konzentrieren uns darauf, hier das Kunststück zu wiederholen – wohlwissend, dass es nicht einfach werden wird.»
Mit Blick auf den anstehenden siebten WM-Lauf des Jahres sagte der Teenager aus Bologna auch: «Ich denke, es wird ein interessantes Wochenende für uns, denn wir werden sehen, wie das Upgrade von Kanada wirklich funktioniert. Das konnten wir bisher nicht wirklich rausfinden, weil Kanada ein Spezialfall war mit den Temperaturen, und auch Monaco ist aus offensichtlichen Gründen ein besonderes Rennen. Mal schauen, wie gut wir sein werden. Unsere Gegner sind nah dran, Red Bull Racing war sehr stark in Monaco, Ferrari hat neue Teile dieses Wochenende, sie werden sicher weit vorne sein, und auch McLaren wird wahrscheinlich sehr stark sein, weil sie schon in Miami gut waren un diese Strecke ähnlich ist.»
Keine Sorgen wegen WM-Kampf
Auf die Frage, wie viel sich seit seinem ersten Auftritt in Barcelona im vergangenen Jahr geändert habe, sagte Kimi: «Sehr viel hat sich geändert, zuallererst wäre da mal die Erfahrung, die eine riesige Rolle spielt, weil man selbst sieht, was gut läuft und was nicht so gut ist. Es ist eine ganz andere Geschichte, wenn man an eine Strecke zurückkehrt, auf der man im vergangenen Jahr schon unterwegs war, weil man weiss, wie sich die Strecke entwickelt und was einen erwartet. Du kannst als Fahrer deine Energie besser einteilen, und du bist dir deines Potenzials auch besser bewusst. Auch hast du dein Team besser kennengelernt, was weiter zusammenschweisst.»
An den WM-Kampf verschwende er nicht zu viele Gedanken, beteuerte der Sternfahrer: «Da mache ich mir nicht allzu viele Sorgen, denn ich weiss, dass die Gelegenheit da ist und natürlich will ich das Beste aus meinen Möglichkeiten machen und die Chance nutzen. Aber beim Fahren will ich nicht zu viel darüber nachdenken. Ich versuche einfach, immer so schnell wie möglich zu fahren und jeweils das Maximum herauszuholen. Dann sehen wir am Ende, wo wir damit landen werden.»
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