24 Hours of Le Mans 2026: Genau so funktioniert die Hyperpole-Session
Die besten Startplätze werden in Le Mans in der Hyperpole vergeben, die aus den zwei Sessions H1 und H2 besteht - getrennt nach Hypercars und LMP2/LMGT3. SPEEDWEEK.com erklärt das System.
Der Le-Mans-Veranstalter ACO (Automobile Club de l’Ouest) hat sich Ende 2019 eine Idee ersonnen, wie die Qualifikation zu den 24 Hours of Le Mans mehr Spektakel erhalten soll. In diesem Zusammenhang wurde die sogenannte «Hyperpole» erdacht, die bei der 2020er Ausgabe des großen Langstreckenklassikers erstmals Anwendung fand. Auch 2026 wird die Hyperpole wieder über die Pole-Position in den drei Klassen (Hypercar, LMP2 und LMGT3) entscheiden. Für 2026 wurde das Format der Hyperpole aber nochmals etwas umgebaut und verfeinert. Die Hyperpole startet am heutigen Donnerstag (11. Juni 2026) um 20:00 Uhr. Sinn der Hyperpole ist es, dass bei nur recht wenigen Rennwagen auf dem 13,626 Kilometer langen «Circuit de la Sarthe» die Wahrscheinlichkeit einer Runde ohne Verkehr recht hoch ist.
Am gestrigen Mittwoch gab es bereits die Qualifikation. Die jeweils besten 15 Hypercars, LMP2 und LMGT3 der Qualifikation zogen in die Hyperpole ein. Die Hyperpole ist nun in vier Sessions untergliedert. Los geht es mit H1 für die LMP2/LMGT3, die von 20:00 bis 20:20 Uhr läuft. Die besten Zehn ziehen dann in die 15-minütige H2 ein. Diese wird dann von 20:35 bis 20:50 Uhr ausgetragen. Das Format bei den Hypercars ist recht ähnlich, denn auch dort besteht die Hyperpole aus zwei Sessions. Die 15 qualifizierten Hypercars bestreiten zunächst von 21:05 bis 21:25 Uhr die H1. Die zehn Besten ziehen in die H2 (21:40 bis 21:55 Uhr) ein.
Kurz zusammengefasst: Die Startplätze ab Platz 16 aller drei Klassen (Hypercar/LMP2/LMGT3) stehen also bereits nach dem Ergebnis der Qualifikation vom gestrigen Mittwoch fest. Die Startplätze elf bis 15 pro Klasse werden in H1 ausgefahren. Um die vorderen Startplätze geht es jeweils in H2 zur Sache.
Weiterhin gilt Folgendes: Während der jeweiligen Hyperpole-Session darf nur ein Pilot pro Auto antreten. Ausgeschlossen für die Hyperpole ist der Pilot, der die Qualifikation am Mittwoch bestritten hat. Es gilt zudem die Zusatzregel, dass in H1 und H2 nicht derselbe Pilot im Einsatz sein darf. Die Teams müssen pro Hyperpole/Quali-Session also einen genauen Fahrer festlegen. In der LMGT3 gibt es zudem die Sonderreglung, dass die Qualifikation bereits mit dem Bronze eingestuften Fahrer bestritten worden sein musste. Dieser ist somit für die Hyperpole nicht auswählbar – bei den LMP2 ist es ähnlich, denn dort musste der am niedrigsten eingestufte Fahrer die Quali des Mittwochs bestreiten.
Die Reifenwahl ist für die beiden Hyperpole-Sessions auf zwölf Pneus (von der Theorie her also drei Sätze) pro Auto begrenzt. Sollte es trocken sein, werden die Teilnehmer aller Voraussicht nach die jeweils weichste Reifenmischung auswählen - denn die gilt als die schnellste.
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
