Schweizer Seitenwagen-Weltmeister Adolf Hänni wurde Opfer von Einbrechern
Adolf Hänni war einer der erfolgreichsten Seitenwagen-Beifahrer der letzten 30 Jahre. Auch heute ist er immer noch seinem Sport zu tiefst verbunden. Jetzt beklagt der Schweizer einen schweren Verlust.
Fünfmal beendete Adolf Hänni die Seitenwagen-Weltmeisterschaft an der zweiten Stelle. Sein Traum vom WM-Titel wollte einfach nicht in Erfüllung gehen, doch 2010 wendete sich mit Pekka Päivärinta das Blatt. Am Saisonende hatte das finnisch-schweizerische Duo die meisten Punkte gesammelt und wurden Weltmeister. 2011 gelang die erfolgreiche Titelverteidigung und 2013 triumphierte die Paarung ein drittes Mal.
Nach einer 31 Jahre umspannenden Laufbahn als Beifahrer konnte der heute 71-jährige Eidgenosse, der seinem Sport auch heute noch als Sponsor seines ehemaligen Chauffeurs Päivärinta und als geschätzter Monteur beim Reifenservice von Albert Raesfeld verbunden ist, auf vier nationale Titel in Deutschland und der Schweiz sowie 24 Grand-Prix-Siege zurückblicken.
Einbrecher erbeuten die Medaillen seiner sportlichen Erfolge
Während seines Einsatzes als Fanbetreuer bei Klaus Klaffenböck auf der Isle of Man, wurde er vor wenigen Tagen Opfer von Einbrechern. «Liebe Freunde, Fans und Wegbegleiter, heute wende ich mich mit einer sehr persönlichen Bitte an euch», startete Hänni einen Aufruf auf Facebook. «Vor wenigen Tagen wurde in mein Haus eingebrochen. Die Täter haben das Haus verwüstet und viele Dinge mitgenommen.»
«Am meisten schmerzt mich der Verlust meiner Medaillen und Auszeichnungen aus meiner Zeit im Rennsport. Diese Medaillen sind für mich weit mehr als Metall. Jede einzelne erzählt eine Geschichte. Sie erinnern mich an Rennen, Siege, Menschen, die mich begleitet haben, und an einen großen Teil meines Lebens. Viele von euch waren damals dabei, haben mich unterstützt und diese Momente mit mir geteilt. Deshalb hoffe ich auf eure Hilfe.»
«Ich veröffentliche hier Fotos der gestohlenen Medaillen. Falls jemand sie irgendwo entdeckt – auf einem Flohmarkt, im Internet, bei Sammlern, Goldankäufen, Pfandhäusern oder auf andere Weise – bitte ich euch, euch bei mir oder der Polizei zu melden. Für Hinweise, die zur Rückgabe meiner Medaillen führen, werde ich eine Belohnung aussetzen.»
«Mir geht es nicht um ihren materiellen Wert. Was ich zurückhaben möchte, sind die Erinnerungen, die damit verbunden sind. Bitte teilt diesen Beitrag, damit möglichst viele Menschen davon erfahren. Und habt bitte Verständnis dafür, dass ich nur Hinweisen nachgehen kann, die möglichst konkret sind oder durch Fotos belegt werden können. Von Herzen danke ich euch für jede Unterstützung. Euer Adolf Hänni.»
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