Charles Leclerc (Ferrari) nach Crash mit Oscar Piastri: Spätes Geständnis
Silverstone-Sieger Charles Leclerc spricht in Ungarn über seine beinharte Fahrweise gegen McLaren-Ass Oscar Piastri. Der Monegasse legt ein Geständnis ab – leider zu spät für den Australier.
Es kam wie es immer kommt, wenn zwei Siegfahrer der Formel 1 das gleiche Stück Asphalt für sich beanspruchen und keiner nachgeben will: In der achten Runde des Belgien-GP kämpften McLaren-Fahrer Oscar Piastri und Ferrari-Pilot Charles Leclerc um Rang 3, Kollision, fliegende Teile.
Beide konnten weiterfahren, Leclerc wurde Zweiter hinter Kimi Antonelli, Piastri schleppte seinen McLaren auf P5 ins Ziel, das Auto derart beschädigt, dass Oscar gemäss Angaben seines Rennstalls zwischen zwei und drei Zehntelsekunden pro Runde verlor.
Erstaunlicherweise kam die Rennpolizei, sprich: das Rennkommissaren-Quartett zur Einsicht, dass diese Aktion keiner Strafe würdig sei. Da ging im Fahrerlager die eine oder andere Augenbraue hoch.
Im Fahrerlager des Hungarorings legt Leclerc ein Geständnis ab, ein wenig spät für Piastri, aber immerhin: «Wenn ich zurückblicke, dann muss ich zugeben – ich habe es übertrieben. Das war jenseits des Limits, und eigentlich will ich nicht so Rennen fahren.»
Piastri findet: «Ich war mit den linken Rädern schon auf der weissen Linie, und er hat mich dann noch weiter rausgedrängt. Ich kann von Glück reden, haben sich die Räder unserer Autos nicht verhakt, sonst hätte es einen Riesen-Crash gegeben. Ich weiss nicht, was ich anders hätte tun sollen. Ich kann mich ja schlecht in Luft auflösen.»
Leclerc, auf diese Aussagen von Oscar angesprochen, kleinlaut: «Er hat Recht. Das war zu viel Risiko. Du willst zwar deinem Gegner immer so wenig Raum als möglich zugestehen, aber dieses Mal war das von mir dubios.»
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