MotoGP-Kandidat Senna Agius: «KTM war immer eines meiner großen Ziele»
Senna Agius gilt als Favorit auf einen KTM-Platz für die MotoGP 2027. Im exklusiven Gespräch äußert sich der Australier über die Faszination der Marke und seine Erwartungen an die KTM RC16.
Senna Agius zählt zu den großen Aufsteigern der aktuellen Moto2-Saison. Als WM-Dritter hat sich der Australier längst für höhere Aufgaben empfohlen und wird derzeit als heißer Kandidat für einen Platz im MotoGP-Team von Günther Steiner gehandelt.
Noch weiß allerdings niemand, wie konkurrenzfähig die neuen 850er-Prototypen im kommenden Jahr tatsächlich sein werden. Zwar haben die Hersteller bereits erste Testfahrten absolviert, belastbare Rückschlüsse auf die Kräfteverhältnisse lassen sich daraus jedoch kaum ziehen.
KTM-Einblicke: Agius tauscht sich mit Binder und Miller aus
Im exklusiven Gespräch mit SPEEDWEEK.com erklärte Agius, welche Eigenschaften er mit der Marke KTM verbindet – auch wenn er die RC16 bislang noch nie gefahren ist.
«Über Stärken und Schwächen des Motorrads kann ich ehrlich gesagt nicht viel sagen. Ich bin noch nicht tief genug in der MotoGP-Welt drin. Ich kenne die DNA dieses Motorrads nicht, schließlich bin ich es noch nie gefahren», stellte der 21-Jährige klar.
Ganz fremd ist ihm das KTM-Projekt dennoch nicht. Durch den engen Austausch mit aktiven und ehemaligen KTM-Piloten konnte er bereits viele Eindrücke gewonnen. «Ich bin gut mit Brad Binder befreundet. Wenn man über viele Jahre mit ihm spricht, bekommt man natürlich einiges darüber mit, was bei KTM passiert. Dasselbe gilt auch für Jack (Miller).»
Warum KTM für Agius ein Kindheitstraum ist
Vor allem aber verbindet Agius mit KTM zahlreiche Erinnerungen aus seiner Jugend. Bevor er auf der Rundstrecke Karriere machte, war der Australier im Offroad-Sport aktiv und verfolgte die Erfolge der orangefarbenen Werksmannschaft mit großer Begeisterung.
«Wenn ich mir das KTM-Projekt anschaue, denke ich vor allem an die Geschichte von Red Bull KTM im Motorsport. Als ich Offroad gefahren bin, waren Ken Roczen und Ryan Dungey meine großen Idole. Sie fuhren damals für Red Bull KTM unter Pit Beirer. Dieses Team war immer ein riesiges Ziel für mich.»
Die Marke habe ihn schon früh geprägt. «Ich glaube, jedes Kind bei uns hatte Poster von Red Bull KTM im Zimmer – ich jedenfalls schon. Für mich waren Red Bull und das orange Team immer eine der größten Referenzen und eines meiner großen Ziele.»
Zur Entwicklung des neuen 850er-Motorrads wollte Agius keine technischen Prognosen abgeben. Dennoch traut er KTM zu, von Beginn an konkurrenzfähig zu sein. «Zum 850er-Projekt selbst kann ich nicht viel sagen. Aber soweit ich weiß, gehörte KTM zu den ersten Herstellern, die das Motorrad auf die Strecke gebracht haben. Deshalb bin ich überzeugt, dass sie nächstes Jahr ein sehr gutes Motorrad haben werden.»
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