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Fernando Alonso: Was im Ferrari zum WM-Titel fehlte

​Der Spanier Fernando Alonso könnte mit etwas Glück fünffacher Formel-1-Champion sein. Sein langjähriger Weggefährte Andrea Stella sagt, wieso es bei zwei F1-Titeln geblieben ist.

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Drei WM-Titel wie sein Idol Ayrton Senna – so wollte Fernando Alonso in Formel-1-Rente gehen. Daraus ist nichts geworden: In einer Mischung aus falschen Entscheidungen und Rennpech rann ihm ein Titel nach dem anderen durch die Finger. Dabei könnte Alonso heute leicht fünffacher Champion sein, nur übertroffen vom grossen Michael Schumacher und von Lewis Hamilton (mit je sieben WM-Titeln).

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Doch 2007 liess der damalige McLaren-Teamchef Ron Dennis Neuverpflichtung Alonso und den jungen Hamilton so lange gegeneinander kämpfen, bis beim WM-Finale von Brasilien Kimi Räikkönen (Ferrari) den Titel abstaubte.

Während seiner fünf Jahre bei Ferrari schrammte Alonso zwei Mal knapp am Titel vorbei, 2010 und 2012. Unglaublich: Nur ein Punkt Rückstand auf den Weltmeister 2007, nur vier Punkte fehlten 2010, nur drei im Jahre 2012 – knapp zehn Punkte in diesen drei Saisons hätten also zu drei Titeln mehr gereicht! Aber auch für Alonso gilt: Mit Hätte, Wenn und Aber gewinnt keiner.

Vor kurzem hat der langjährige Alonso-Weggefährte Andrea Stella über die GP-Karriere von Alonso gesprochen, im Formel-1-Podcast Beyond the Grid. Stella arbeitete als Renningenieur an der Seite von Fernando bei Ferrari, folgte ihm von dort zu McLaren, heute ist der 52-jährige Italiener Teamchef bei McLaren, während Alonso nach einer GP-Auszeit via Alpine zu Aston Martin gezogen ist.

Aber der Stachel Ferrari sitzt bis heute beim 32-fachen GP-Sieger. So sagte er 2023: "Wenn ich die Zeit zurückdrehen und etwas ändern könnte, dann würde ich mir einen Titel mit Ferrari wünschen."

Wieso also hat es nicht geklappt?

Andrea Stella glaubt: "Im ersten Jahr bei Ferrari, also 2010, sind wir dem Titel verflixt nahegekommen. Aber letztlich hat es bei uns an Kontinuität gefehlt. Das ist ein wesentlicher Unterschied zur Ära Schumacher, die nach einigem Anlauf überaus erfolgreich war."

Dem heutigen Formel-1-CEO Stefano Domenicali wurde als Ferrari-Teamchef zum Verhängnis, dass Fernando Alonso es in fünf Jahren Ferrari nicht schaffte, Weltmeister zu werden.

Domenicalis Nachfolger Marco Mattiacci war ein Quereinsteiger, er kam als erfolgreicher Chef von Ferrari Nordamerika zur Formel 1. Doch der Römer trat ein schweres Erbe an. Der Ferrari F14T, der ihm Stefano Domenicali überlassen hatte, war unheilbar schlecht. Nach nur einem halben Jahr war Mattiacci wieder weg. Während seiner Zeit wurde auch Motorenchef Luca Marmorini entsorgt.

2014 wurde ferner Chefdesigner Nikolas Tombazis in die Wüste geschickt. Ihm wurde vorgeworfen, jahrelang zu konservativ entwickelt zu haben.

An Fernando Alonso jedenfalls lag es in dieser Zeit nicht – die Ergebnisse seiner Stallgefährten zeigen, wie gut der Ferrari wirklich war.

Andrea Stella ist davon überzeugt: "Fernando ist der kompletteste Fahrer von allen. Im Grunde hat er keine Schwächen. Und das macht ihn einzigartig. Er ist in vielen Belangen vielleicht nicht der Beste, aber in allen sehr stark. Das kann in dieser Form kein anderer Pilot bieten."

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