Applaus und Respekt: BMW verneigt sich vor Misano-Held Miguel Oliveira
Was Miguel Oliveira beim Superbike-Meeting auf dem Misano World Circuit geleistet hat, war bemerkenswert. Im BMW-Management ist das Ansehen des Portugiesen noch einmal gestiegen.
Das ROKiT BMW-Werksteam hat in der Superbike-WM 2026 riesiges Pech. Bei Stürzen von Miguel Oliveira in Ungarn sowie Danilo Petrucci in Tschechien zogen sich beide Neupflichtungen Verletzungen zu, weshalb man im MotorLand Aragón mit Ersatzfahrern antreten musste. Am vergangenen Wochenende in Misano gab zumindest der Portugiese ein Comeback.
Für die Verletzungen des 31-Jährigen war es ein sehr frühes Comeback. Denn hatte sich Brüche des Schulterblatts und der Rippen sowie Verletzungen an den Schultersehnen zugezogen. Angesichts seiner Einschränkungen leistete Oliveira im ersten Lauf und im Sprintrennen mit den Plätzen 8 und 6 geradezu Übermenschliches. Dass er das zweite Rennen wegen starker Schmerzen vorzeitig aufgab, nahm ihm niemand im Team übel.
«Wir müssen Miguel an diesem Wochenende höchsten Respekt zollen. Das, was er geleistet hat, war wirklich outstanding», zeigte sich Rennleiter Sven Blusch beeindruckt. «Wir hätten nicht erwartet, dass er diese Zeiten fahren kann, dass er in die Top-10 fährt, und fast sogar in die Top-5. Er hatte starke Schmerzen und war noch nicht wieder zu 100 Prozent fit, hat aber unter diesen Umständen mehr als das Maximale herausgeholt. Dass er das letzte Rennen vorzeitig abgebrochen hat, war die richtige Entscheidung. Es hätte einfach keinen Sinn gemacht, noch ein Risiko einzugehen.»
«Schon sein Qualifying war sehr stark», ergänzte Technikchef Chris Gonschor. «Das erste Rennen am Samstag war beeindruckend aufgrund der körperlichen Einschränkungen. Absolut hervorragend war das Superpole-Race mit einem fulminanten sechsten Platz unter starken Schmerzen. Auch wenn er das zweite Rennen vorzeitig beendet hat, konnten wir das Potenzial des Bikes und das des Fahrers sehen.»
Bis zum nächsten Superbike-Meeting in Donington Park sind es drei Wochen Pause, dann wird Oliveira in besserer Verfassung sein und auch Petrucci wird wohl zurückkehren.
«Wenn Miguel wieder ganz gesund ist, werden wir erneut ums Podium kämpfen», ist sich Gonschor sicher. «Wir richten nun unseren Fokus auf die nächsten Wochen. In Donington ist Danilo hoffentlich wieder zurück und Miguel nochmals stärker.»
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