Ferrari: Kein Dementi zur Marmorini-Entlassung
Seit Tagen verdichten sich Gerüchte, wonach Ferrari-Motorenchef Luca Marmorini den Kopf für die schwachen Ferrari-Antriebseinheiten hinhalten muss. Ferrari dementiert nicht.
Bei Ferrari fährt die Unruhe mit: Nach Teamchef Stefano Domenicali – im April durch Marco Mattiacci ersetzt – soll auch der langjährige Motorenchef Luca Marmorini den Hut nehmen, als Konsequenz für die schwachen Leistungen der Italiener in der Formel-1-WM 2014. In Italien wird offen über seine Entlassung spekuliert.
Dem 52-Jährigen aus Arezzo wird zur Last gelegt, dass die Antriebseinheit aus Maranello kein Rennpferd geworden ist, sondern eher ein lahmer Gaul. Der Motor ist zu schwer, hat zu wenig Leistung, gilt vom Aufbauprinzip der Zusatzaggregate als misslungen, Turbo-Partner Honeywell (aus den USA) hat zu kleine Lader geliefert. Nur: die Amerikaner liefern, was aus Italien bestellt wird.
Marmorini soll durch die bisherige Nummer 2 der Motorenabteilung Mattia Binotto ersetzt werden.
Hier in Silverstone meint ein Sprecher des Rennstalls: "Ich habe dazu keinen Kommentar. Wir sind am Reorganisieren verschiedener Bereiche unserer Struktur, und wenn wir etwas zu verkünden haben, dann machen wir das auch."
Ein Dementi klingt anders.
In Italien wird berichtet, dass Marmorini seinen Posten bereits verlassen habe.
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