Ai Ogura (Aprilia) vor seinem Heim-GP: «Die Erwartungen sind hoch!»
Vor seinem Heim-Grand-Prix in Japan sprach Trackhouse-Ass Ai Ogura über die MotoGP-Begeisterung in seinem Land. Welche Chancen er sich beim Rennwochenende in Motegi ausrechnet.
In Spielberg hatte Ai Ogura mit zweimal Platz 4 ein starkes Comeback. Zur Erinnerung: Der Trackhouse-Aprilia-Pilot musste die Grands Prix in Aragon und Misano aufgrund eines Bruchs im linken Daumen auslassen – er hatte sich beim Motocross-Training in der japanischen Heimat verletzt.
Als letzter Japaner stand vor 21 Jahren Makoto Tamada in Motegi in der MotoGP-Klasse auf dem Podest. 2005 war Ogura gerade einmal vier Jahre alt. Aufgrund seiner Stärke in dieser Saison – ist der Druck, bei seinen Heimrennen für Top-Ergebnisse zu sorgen, besonders groß in diesem Jahr? «Mit Sicherheit mehr als letztes Jahr», bestätigte der 25-Jährige in der Auftaktpressekonferenz am Donnerstag. «In dieser Saison zeigen wir einen guten Speed. Es ist schade, dass ich mich vor dem Aragon-GP verletzte und ich deshalb zwei Rennen verpasste. In Österreich bin ich dann auf Anhieb wieder schnell gewesen – in beiden Rennen wurde ich Vierter. Jetzt kommt mein Heim-GP. Ich denke, dass wir in einer guten Verfassung sind. Die Erwartungen sind hoch.»
Ai Ogura: «Die Menschen freuen sich über die japanischen Fahrer und Motorräder»
2022 siegte Ogura in Motegi in der Moto2-Kategorie, 2023 und 2024 landete er jeweils auf Platz 2. Letztes Jahr beendete Ogura den MotoGP-Sprint auf Rang 9. Den Grand Prix musste er auslassen. Der Grund: Er hatte sich zuvor bei einem Crash in Misano die rechte Hand verletzt. In Japan wurden die Beschwerden mehr, sodass entschieden wurde, dass er beim Hauptrennen am Sonntag nicht antritt. Könnte ihm in diesem Jahr in der MotoGP das gelingen, was er früher in der Moto2-WM in Motegi erreicht hat? «Ich weiß es nicht. Aber das ist das Ziel», meinte Ogura knapp.
Vor dem Rennwochenende hatte Ogura in dieser Woche ein intensives Programm zu absolvieren. So war er am Mittwoch einer der «Stargäste» beim Fan-Fest in Tokio. Wird er aufgrund seiner Erfolge und vor allem wegen seines diesjährigen MotoGP-Sieges in Assen auf den Straßen in seiner Heimat öfter erkannt? Ist der Rummel um ihn größer geworden in Japan? «Ehrlich gesagt, spüre ich da keinen Unterschied», schmunzelte Ogura. «Was ich aber beim Event gestern gesehen habe, ist, dass sich die Menschen sehr über die japanischen Fahrer und Motorräder freuen. Es ist schön, das zu sehen. Die Begeisterung für den Motorrad-Rennsport wird in Japan immer noch größer.»
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