Fernando Alonso: 5 Minuten Vertragsverhandlung, keine Spaß-Garantie
Fernando Alonso fährt auch 2027 für Aston Martin. Vor dem Bahrain-GP in Malaysia verrät er, wie die Vertragsgespräche abliefen und warum er trotz allem Hoffnung fürs Reglement der nächsten Saison hat.
Vor dem Formel-1-GP von Bahrain in Malaysia gab Aston Martin bekannt: Ja, Fernando Alonso fährt auch 2027 in der Formel 1. Der zweimalige Weltmeister hat noch Biss, fährt trotz des Reglements, das nicht nach seinem Geschmack ist, und trotz des Autos, das nicht die gewünschte Performance bringt, weiter in der Formel 1.
Es hatte sich ein wenig hingezogen, bis die offizielle Verkündung gab. Bei seinem Heimrennen in Madrid vor knapp einem Monat hatte Alonso noch angedeutet, dass er noch etwas Zeit brauche. Zwischen den Rennen in Baku und Sepang war dann alles klar.
Alonso: 5 Minuten gespräch mit Lawrence Stroll
Vor dem Rennen Malaysia verriet Alonso, wie das Gespräch mit Teambesitzer Lawrence Stroll lief: «Das ist noch gar nicht so lange her. Das Gespräch mit Lawrence verlief ganz unkompliziert. Wir hatten nicht viel zu besprechen. Wir wollten beide zu diesem Zeitpunkt weitermachen. Es war ein fünfminütiges Gespräch, und dann haben wir es bekannt gegeben.» Gesagt, getan.
Alonso hatte immer wieder öffentlichkeitswirksam betont, dass das aktuelle Reglement mit hohem Elektroanteil ihm keine Fahrfreude bereite. Daran hatte er auch seine Zukunft in der Formel 1 geknüpft. Am Reglement hat sich (bis auf den leicht verschobenen Split auf 60:40 im Verhältnis Verbrenner-Elektro, der schon länger beschlossen ist) seit diesen Äußerungen nichts geändert. Warum also der Sinneswandel?
Mehr Spaß 2027?
Alonso: «Ich kann nicht garantieren, dass 2027 mehr Spaß machen wird, aber es ist eine Verpflichtung, die man sich selbst gegenüber eingehen muss. Letztendlich fühle ich mich schnell, ich fühle mich motiviert, ich habe das Gefühl, dass mir das, was ich tue, Spaß macht.»
Alonso spürt das Feuer noch
Und der Spanier verriet: «Wenn ich zu Hause sitze und Rennen im Fernsehen schaue, habe ich das Gefühl, dass ich es besser machen kann als sie. Das habe ich auch gespürt, als ich nicht in der Formel 1 war: Ich habe mir Rennen angesehen und dachte: Wow, das war nicht richtig. Ich habe immer dieses Feuer in mir gespürt, dabei zu sein und zu versuchen, es besser zu machen. Und das spüre ich auch jetzt noch. Solange ich das in mir habe, ist es meiner Meinung nach noch nicht an der Zeit, aufzuhören.»
Der Spanier erklärte: «Bei der Entscheidung ging es eher um die Regeln und darum, wie viel Spaß es macht, diese Autos unter diesen Regeln zu fahren. Wir kommen jetzt auf eine unglaubliche Rennstrecke. Der mittlere Sektor wird aber traurig werden, weil wir dort die Batterie nicht nutzen können. Sonst reicht die Batterie nicht für die drei aufeinanderfolgenden Geraden. Auf diesen drei Geraden muss man die Batterie zu 100 Prozent nutzen. Der Rest dient also nur dem Aufladen der Batterie. Das sind die Probleme, mit denen wir derzeit zu kämpfen haben, wenn es darum geht, die Autos hinsichtlich des Grips an ihre Grenzen zu bringen. Aber ich habe beschlossen, dass es nächstes Jahr mit der 60:40-Regelung und im zweiten Jahr mit den neuen Regeln vielleicht einen besseren Kompromiss in dieser Hinsicht geben wird.»
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