Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: «Das wird gegen Mercedes nicht reichen»
Ferrari liegt in der Konstrukteurs-WM 2026 auf Rang 2. Teamchef Fred Vasseur (59) ist nicht überzeugt, ob eine Massnahme der FIA für die Italiener reichen wird, um Leader Mercedes einzuholen.
Ferrari muss nach der Sommerpause 72 WM-Punkte gutmachen, um den ersten Konstrukteurs-Pokal seit 2008 zu stemmen. Mercedes führt in der Markenwertung mit 379 Zählern vor Ferrari mit 307.
Fred Vasseur hat nach dem Grossen Preis von Ungarn eine Zwischenbilanz gezogen. In einem Interview mit seinen französischen Landsleuten von AutoHebdo sagt der 59-Jährige über die erste Saisonhälfte: «Es ist ein wenig wie beim Zeugnis in der Schule: ‚Gut, aber hätte es besser machen können.‘ Was wir 2026 zeigen, das ist ein Schritt nach vorne im Vergleich zu 2025, denn wir sind leistungsfähiger.»
«Das Auto ist ziemlich gut, was für das erste Jahr unter einem neuen Reglement nicht selbstverständlich war. Aber Mercedes ist noch immer deutlich voraus, zumindest was den Motor betrifft. Es war zu erwarten, dass es für uns ein Jahr lang schwer werden würde bei der Antriebseinheit. Und angesichts des anfänglichen Rückstands schlagen wir uns recht gut. Natürlich reicht das nicht, denn wir wollen gewinnen.»
Ferrari arbeitet an einer verbesserten Motoversion, dank des so genannten ADUO, steht für «Additional Development and Upgrade Opportunities», also zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten.
ADUO soll dafür sorgen, dass Motorenhersteller, die im Hintertreffen sind, eine Chance erhalten, ihren Rückstand während der Saison aufzuholen. Ab einem Rückstand von mindestens zwei Prozent beim Verbrenner wird Herstellern Entwicklungsspielraum gewährt.
Aber Vasseur warnt vor zu hohen Erwartungen: «Dank ADUO Mercedes einholen? Ich würde sagen: eher nein. Beim Motor nachleen zu dürfen, das wird uns helfen, gewiss. Wenn man auf Mercedes und Red Bull Powertrains schaut, können wir von einem oder zwei Zehntelsekunden pro Runde Unterschied sprechen, die vom Motor kommen.»
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