Mika Häkkinen: «Max Verstappen zu McLaren? Das spricht für mich dagegen»
Der langjährige McLaren-Fahrer Mika Häkkinen glaubt nicht daran, dass Red Bull Racing-Star Max Verstappen beim englischen Traditionsrennstall andocken wird. Und der Finne begründet das.
Das wäre ein Formel-1-Knall wie damals mit Lewis Hamilton von Mercedes zu Ferrari: Wenn Max Verstappen und sein Management sich dazu entschliessen würden, Red Bull Racing zu verlassen und zu McLaren zu ziehen.
Viele Verstappen nahestehenden Menschen beteuern: Das wird nicht passieren, weil Max der Firma Red Bull gegenüber sehr loyal und dankbar ist. Aber wir müssen bedenken – wir haben in der Formel 1 schon erheblich Verrückteres erlebt, und das Wort unmöglich haben wir im Zusammenhang mit dem Grand Prix-Sport schon vor Jahren aus unserem Wortschatz gestrichen.
Einer, der sich nicht vorstellen kann, dass Orange (Verstappen) zu Papaya (McLaren) wird, ist Mika Häkkinen. Der 161-fache GP-Teilnehmer ist neun Jahre lang für McLaren gefahren, hat alle seine 20 GP-Siege dort erkämpft und ist mit McLaren 1998 und 1999 Formel-1-Weltmeister geworden.
Der 57-jährige Finne ist bei McLaren noch immer hervorragend vernetzt und sagt im Podcast Up to Speed: «Wenn ich sehe, wie McLaren arbeitet, dann haben sie stets das gesamte Team-Paket im Auge.»
«Das ist der einzige Weg, um Erfolg zu haben – man muss eine unglaubliche Teamgeist-Mentalität aufbauen. Wenn man das geschafft hat, dann würde ich als Chef versuchen, das Risiko zu minimieren. Denn durch gewisse Schachzüge kann der ganze schöne Teamgeist verloren gehen.»
«Ich stufe Lando Norris und Oscar Piastri hoch ein. Extrem talentierte Rennfahrer, sehr professionelle Piloten, meiner Meinung nach nicht zu emotional. Es ist für einen Rennstall gut, solche Fahrer unter Vertrag zu haben, weil sie sehr gleichmässig arbeiten.»
«Wenn ein Team wie McLaren zwei grossartige Fahrer hat, warum sollte man da Unruhe hineinbringen? Und McLaren hat zudem einen Weltmeister in der Aufstellung. Wenn in einem Team Harmonie herrscht, warum sollte man das durch einen anderen Piloten aufs Spiel setzen?»
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