Online-Hass von Formel-1-Fans: Deutliche Worte von GP-Star Franco Colapinto
Franco Colapinto hat in den sozialen Medien eine deutliche Message an seine Fans veröffentlicht. Der Argentinier fordert darin ein Ende der Online-Attacken gegen seine Teammitglieder und Gegner.
Dass einige Fans von Franco Colapinto die Grenzen des guten Geschmacks übertreten, wenn sie ihren Helden im Netz verteidigen, haben schon einige Gegner, Regelhüter und sogar seine eigenen Teammitglieder zu spüren bekommen. Die Online-Hetze, die einige Anhänger des Argentiniers verbreiten, sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Nun hat der Formel-1-Star mit einer klaren Message in den soziale Medien reagiert.
Colapinto sagt in einer Video-Nachricht: «Hallo zusammen! Es gibt etwas sehr Wichtiges, über das ich schon seit einer Weile mit euch sprechen muss. Ich hätte das vielleicht schon früher machen sollen, und es ist etwas, das wir ansprechen müssen, etwas, das sich ändern und verbessern muss.»
«Ich werde euch immer dankbar sein und schätze mich wirklich unglaublich glücklich, dass ihr mich alle von Anfang an unterstützt habt. Ich bin dankbar für all die Unterstützung, die ihr mir gebt, dafür, wie ihr mir helft, Ergebnisse zu erzielen, und dafür, dass ihr mich ständig dazu anspornt, höhere Ziele anzustreben. Ihr helft mir und dem Team, unsere Ergebnisse zu erzielen – Rennen für Rennen, Tag für Tag –, während wir trainieren und versuchen, uns zu verbessern. Und dafür bin ich euch von ganzem Herzen dankbar. Ich weiss, dass ihr unglaublich stolz seid, wenn es gut läuft und ich Punkte für mich und das Team hole», bedankt sich der 23-Jährige für die leidenschaftliche Unterstützung seiner Anhänger.
Franco Colapinto weiss: «Manchmal geht es zu weit»
Gleichzeitig stellt der Alpine-Pilot klar: «Aber manchmal geht es zu weit. Anstatt mich zu unterstützen, werden am Ende andere Leute kritisiert und andere Fahrer angegriffen – meine Teamkollegen, meine Mechaniker, meine Ingenieure – Menschen, mit denen ich jeden Tag zusammenarbeite. Ich weiss, ihr glaubt, dass ihr mich verteidigt, aber in Wahrheit bewirkt ihr das genaue Gegenteil. Ihr helft weder mir noch meiner Zukunft.»
Die Wut der Colapinto-Fans haben schon einige Fahrerlager-Dauergäste abbekommen, so wurde etwa Jack Doohan zum Start der Saison 2025 angegriffen, und auch Yuki Tsunoda wurde übelst beschimpft. In diesem Jahr waren es zunächst die Regelhüter, die online mit Hassattacken konfrontiert wurden, als sie dem Rennfahrer aus Buenos Aires in Zandvoort eine Strafe aufbrummten, bevor sein Teamkollege Pierre Gasly das «verstörende» Verhalten der argentinischen Fans zu spüren bekam. In Baku war dann Weltmeister Lando Norris das Ziel von Online-Hassattacken, nachdem der McLaren-Star deutliche Kritik an Colapinto geäussert hatte, weil dieser ihn abgeschossen hatte.
Er selbst werde sich nun zumindest vorübergehend aus den sozialen Medien zurückziehen, kündigt Colapinto ausserdem an. «Ich habe vor einiger Zeit die Entscheidung getroffen, in den sozialen Medien eine Pause einzulegen, und mich auf das zu konzentrieren, was mir wirklich wichtig ist: Meinen Traum, meine sportliche Karriere und die Zusammenarbeit mit dem Team, um die gewünschten Ergebnisse und Ziele zu erreichen.»
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