Formel-1-Regeländerungen: FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem reagiert
Die F1-Verantwortlichen haben sich zusammen mit den Motorenherstellern darauf geeinigt, den Anteil an Elektro-Power schrittweise zu reduzieren –sehr zur Freude von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem.
Die neue Formel-1-Motorengeneration hat einige hitzige Diskussionen ausgelöst. Der hohe Elektro-Anteil wirkt sich auf die erforderliche Fahrweise aus – und das monieren viele GP-Stars, die ein komplexes Energie-Management umsetzen müssen, um eine konkurrenzfähige Runde zu drehen. Zu den deutlichsten Kritikern gehören etwa Weltmeister Lando Norris und Red Bull Racing-Superstar Max Verstappen.
Letzterer kündigte an, seinen Verbleib in der Königsklasse noch einmal gründlich zu überdenken, sollte sich nichts am Verhältnis der Elektro- und Verbrenner-Power ändern. Derzeit kommt die Formel-1-Power etwa zu gleichen Teilen von beiden Antriebsarten, in genauen Zahlen ausgedrückt waren es 53 Prozent Verbrenner-Power und 47 Prozent Elektro-Power.
Verstappen wünschte sich eine Verschiebung zu Gunsten des Verbrenners auf 60:40 im nächsten Jahr. «Das ist das Minimum», stellte der vierfache Champion klar.Die Verantwortlichen des Sports und die Motorenhersteller kamen diesem Wunsch nicht ganz nach, sie einigten sich auf eine schrittweise Veränderung, wobei 2027 der Verbrenner-Anteil auf 58 Prozent und 2028 auf die von Verstappen gewünschten 60 Prozent steigen soll. Das Ganze muss am 23. Juni vom Motorsport-Weltrat noch abgenickt werden, was eine Formalität sein sollte.
FIa-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat auf den Kompromiss der Motorenhersteller positiv reagiert. Der Araber sagt: «Die Formel 1 hat sich stets weiterentwickelt, um neuen Herausforderungen zu begegnen und neue Chancen zu nutzen. Diese vorgeschlagenen Änderungen spiegeln die Zusammenarbeit innerhalb des Sports wider, mit der sichergestellt werden soll, dass die Vorschriften auch weiterhin spannende Rennen, technologische Innovationen und langfristige Nachhaltigkeit fördern.»
«Die FIA hat die Verantwortung, die Zukunft der Formel-1-Weltmeisterschaft zu sichern, und diese Verbesserungen sind Teil dieses Engagements. Durch Zusammenarbeit werden wir die Zukunft unseres Sports gestalten und den Fans auf der ganzen Welt etwas bieten, und ich möchte den Mitarbeitern der FIA, den Teams, der Formula One Group und den Antriebsherstellern für diesen konstruktiven Ansatz danken», ergänzt der FIA-Präsident.
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