Formel-1-WM-Leader Kimi Antonelli: «Das fühlt sich schon etwas seltsam an»
Monza ist das Heimspiel von Kimi Antonelli, deshalb ist sein Wille besonders gross, im Königlichen Park zu glänzen. Am Trainingsfreitag absolvierte der WM-Leader aber ein ungewöhnliches Programm.
Für Kimi Antonelli ist das 13. Rennwochenende des Jahres ein ganz besonderer Termin. Der Formel-1-WM-Leader wird in Monza besonders gefeiert, denn er fährt vor heimischem Publikum. Umso ärgerlicher war es für den jungen Mercedes-Piloten, dass seine bisherigen Formel-1-Auftritte im Königlichen Park nicht nach Wunsch liefen.
2024 war er auf dem italienischen Rundkurs zum ersten Mal in einem ersten freien Training dabei. Doch der Einsatz im Auto von George Russell fiel denkbar kurz aus. Bereits in den ersten Minuten flog der Lockenkopf in der Parabolica ab und landete in der Streckenbegrenzung. Ein Jahr später kam er als Stammfahrer nach Monza zurück, schaffte es im Rennen aber nicht über den neunten Platz hinaus. Teamchef Toto Wolff fand klare Worte für die Leistungskrise, die der damalige Teenager durchlief.
In diesem Jahr ist er als WM-Leader auf dem Highspeed-Kurs unterwegs. Allerdings startet er mit einer Hypothek in den 13. GP des Jahres, denn er hat für die WM-Runde in Italien eine neue Antriebseinheit in seinen Dienstwagen eingebaut bekommen, die das erlaubte Kontingent übersteigt. Das heisst: Er wird den Italien-GP von weit hinten in der Startaufstellung in Angriff nehmen müssen. Das wirkte sich auch auf sein Trainingsprogramm am Freitag aus, da sich damit ein Fokus auf die Zeitenjagd im Qualifying erübrigte.
Kimi Antonelli lobt Ferrari-Fortschritt
Antonelli erklärte nach dem zweiten Training, das er Drittschnellster des Tages beendet hat: «Natürlich ist es überwältigend, hier zu sein und die Unterstützung der Fans ist unglaublich. Heute lief es etwas anders als üblich, da wir uns sehr viel mehr auf die Longruns konzentriert haben. Das fühlt sich ehrlich gesagt schon ein bisschen seltsam an, aber insgesamt war es ein guter Tag und wir haben nun viele Daten für die kommenden Tage gesammelt.»
Der 20-Jährige hatte schon angekündigt, im Qualifying Windschatten für seinen Teamkollegen George Russell zu spenden, um diesem in der Pole-Jagd zu helfen. Antonelli traut auch dem Ferrari-Team viel zu, wie er erklärte: «Ferrari hat mit dem neuen Motor definitiv einen Schritt nach vorne gemacht. Sie sind beim Speed nun auf Augenhöhe und wir wissen, wie gut sie in den Kurven sind. Ich erwarte deshalb einen engen Fight um die Pole.»
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