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Euro Moto Nürburgring: Twan Smits ist am Freitag schnellster Mann des Tages
Kaum hatte man beim vorletzten Rennen der Euro Moto Saison den Punktestand der Superbike-Klasse ausgerechnet und veröffentlicht, gab es Post. Marcel Schrötter erhält Most-Punkte zurück.
Am Montag vor dem Treffen am Nürburgring hatte es bezüglich der Berufung des GERT56 by RS Speedbike-Piloten Marcel Schrötter gegen die Strafe beim Euro Moto-Rennen in Most noch eine Video-Konferenz zwischen den Beteiligen und der Justiz-Abteilung des DMSB gegeben. Marcel Schrötter musste sich erklärten und Lukas Tulovic war als Zeuge ebenfalls zu einer Aussage verpflichtet. «Es war ein komisches Gefühl», meinte er im Anschluss.
Die Protestentscheidung vom 28.6.2026 wird laut euromoto.racing aufgehoben. Marcel Schrötter bekommt seinen dritten Platz, der er ihm nach dem ersten Euro Moto Superbike-Lauf in Most aberkannt wurde, zurück. Im ersten Rennen war es in der zweiten Runde zu einem Kontakt mit Lukas Tulovic (Triple M Ducati Racing Frankfurt) gekommen. Schrötter (GERT56 by RS Speedbikes) hielt die Linie nicht, nahm den Notausgang, schnitt die Schikane ab und reihte sich wieder hinter Tulovic ein.
Beim DMSB-Urteil heißt es: «Zu Beginn der zweiten Runde des ersten Rennens am Ende der Start- und Zielgeraden wählte der Berufungsführer in Turn 1 den ‚Notausgang‘ und kehrte in Turn 3 auf die Rennstrecke zurück. Um durch das Abkürzen keinen Vorteil zu erlangen, muss der Fahrer laut Regelwerk im ersten Streckensektor eine Sekunde verlangsamen. Schrötter beendete das Rennen als Dritter. Das Team Apreco-Yamaha um den Piloten Twan Smits legte Protest ein. Schrötter soll die Regeln nicht befolgt haben. Für eine Long Lap Penalty-Runde war das Rennen bereits zu weit fortgeschritten. Schrötter erhielt stattdessen eine Drei-Sekunden-Strafe. Dadurch verlor er in der Wertung zwei Plätze. Das Team GERT56 by RS Speedbikes legte gegen die Entscheidung der Sportkommissare Berufung ein.
Der Berufungsführer, also Schrötter, begründete die Berufung damit, dass es am Ende der Start- und Zielgeraden eine Berührung mit dem Zeugen gab, infolge derer er gezwungen war, den Notausgang zu nehmen. Mithin hatte er den Notausgang nicht genommen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Aufgrund dessen hätte im Rennen gegenüber diesem keine Long Lap Penalty-Runde verhängt werden dürfen mit der Konsequenz, dass das Belegen mit der Drei-Sekunden-Zeitstrafe rechtswidrig war.
«Wie sich zweifelsfrei aus dem Rennvideo und der Einvernahme des Zeugen ergab, musste der Berufungsführer den Notausgang zum Verhindern eines Sturzes und infolge der Berührung mit dem Zeugen nehmen. Die Zeitstrafe gemäß Artikel 14.3 des Reglements erfolgte somit zu Unrecht, da gegenüber dem Berufungsführer während des Rennens eine Long Lap Penalty-Runde nicht hätte verhangen werden dürfen.»
Im Fall GERT56 gegen das in Berufung gegangene Team HRP von Florian Alt gibt es noch kein Urteil. Der Punktestand bleibt daher nach wie vor wackelig.
1. Lukas Tulovic 202,5 Punkte
2. Marcel Schrötter 161
3. Markus Reiterberger 130
4. Twan Smits 128
5. Florian Alt 110
6. Kevin Orgis 81
7. Toni Finsterbusch 75
8. Jan-Ole Jähnig 75
9. Lorenzo Zanetti 66,5
10. Jan Mohr 51,5.
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