Max Verstappen (Red Bull Racing/9.) in Monza: «Ich rutsche wie auf Eis»
Der dreifache Italien-GP-Sieger Max Verstappen musste das erste Monza-Training auslassen, im zweiten landet der Niederländer auf Platz 9. Max Verstappen ist unzufrieden, Ralf Schumacher relativiert.
Die zweite Trainingsstunde im Autodromo Nazionale ist gelaufen, Max Verstappen hat Rang 9 erreicht. Für den 28-jährigen Niederländer gab es von seinem Anfang an viel zu tun, denn im ersten Training war der Monza-Sieger von 2022, 2023 und 2025 zum Zuschauen verdammt – da setzte Red Bull Racing den Nachwuchsfahrer und Reservisten Ayumu Iwasa ins Auto.
Verstappen war in der ersten Viertelstunde des zweiten Trainings überhaupt nicht happy mit der Vorderachse. Testpilot Iwasa hatte im ersten Training zwei Versionen Frontflügel ausprobiert. Max am Funk: «Ich habe an der Vorderachse gefühlt überhaupt keinen Abtrieb.»
Verstappen kam rein, am Flügel wurde korrigiert (oder gewechselt, wir konnten das leider nicht sehen), danach rückte der vierfache Weltmeister hoch auf Platz 8, aber eine gute halbe Sekunde langsamer nicht nur als Leader Antonelli sondern auch als drittplatzierte Arvid Lindblad im Rennwagen der Racing Bulls!
Verstappen noch immer unzufrieden: «Ich habe keinen Grip in bei niedrigem Tempo, ich rutsche in 1, 3, 4 und 5 herum wie auf Eis. Ach ja, und die Bremsen funktionieren auch nicht.»
GP-Sieger Ralf Schumacher gab zu bedenken: «Er hatte das erste Training nicht fahren können, daher fehlte ihm das Gefühl für die Bahn. Zudem rutscht der Wagen bei so heissem Asphalt ohnehin mehr als sonst.»
Verstappen verbesserte sich leicht, inzwischen 0,547 sec hinter dem neuen Leader George Russell (und zwei Zehntel hinter Lindblad). Die Unzufriedenheit zeigte sich auch darin, dass Verstappen (zu diesem Zeitpunkt auf P6) hinter seinem RBR-Teamgefährten Liam Lawson lag (P5).
Nochmals Ralf Schumacher: «Manchmal muss man auch ein wenig Geduld haben, wie sich die Bahn entwickelt. Aber wir kennen das aus den letzten Jahren bei Red Bull Racing. Da hat die erste Abstimmung am Freitag oft nicht gepasst, und dann glühte der Rennsimulator die ganze Nacht auf Samstag, und in der Quali sah es dann bei Max freundlicher aus.»
Die Top-Autos wurden markant schneller, Verstappen gelang ein weniger grosser Fortschritt, daher Rückfall auf P9, erneut war Lindblad schnellster Red Bull-Fahrer (als Siebter).
Max am Funk noch immer unwirsch. Nach einer Veränderung der Bodenfreiheit meldete er sich so: «Der Wagen springt jetzt viel zu stark, ich weiss nicht, ob dies der richtige Weg ist. An der Vorderachse ist das Auto wirklich nicht gut.»
Ralf Schumacher: «Max ist zu weit weg von der Spitze, ich hoffe, da kommt am Samstag noch was. Eigentlich hatte ich ihn auf meinem Zettel für ein gutes Monza-Ergebnis.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


