Fred Vasseur (Ferrari): Verblüffende Forderung an Hamilton und Leclerc
Ferrari im ersten Training mit beiden Autos vorne, im zweiten knapp geschlagen. Teamchef Fred Vasseur spricht über die Chancen und sagt, was er von Hamilton und Leclerc am liebsten sehen würde.
Charles Leclerc und Lewis Hamilton lassen die Tifosi vom Monza-Sieg träumen. Im ersten Training lagen die beiden roten Rennwagen vorne, im zweiten Training wurde Leclerc vom (aus Tifosi-Sicht) lästigen George Russell im Mercedes knapp geschlagen.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur stuft die Action vom Monza-Freitag so ein: «Die Unterschiede zwischen den Ergebnissen des ersten und des zweiten Trainings erklären sich aus unterschiedlicher Spritlast und verschiedenen Motoreneinstellungen.»
«Selbst für uns ist es oft ganz schwierig einzuschätzen, wie schnell die Gegner wirklich sind. Daher haben wir schon vor Jahren beschlossen, es ist zielführender, keine Energie mit Spekulationen über die Gegner zu verschwenden, sondern sich ganz auf die eigene Leistung zu konzentrieren.»
«Was das Tempo fürs Rennen angeht, so ergeben sich nicht nur in Sachen Einsatz der Reifen verschiedene Ansätze, sondern auch bei der Art und Weise, wie die Fahrer die Energie ihrer Motoren einsetzen. Ich erkenne reichlich Möglichkeiten zum Überholen.»
«Wenn wir uns die Pole nicht krallen, dann bin ich froh, wenn wir überholen können.» Vasseur beginnt zu lachen. «Wenn wir nicht auf Pole sind, dann erwarte ich von Hamilton und Leclerc ein überaus langweiliges Rennen da vorne!»
«In Sachen Reifenverschleiss haben wir hier ein ganz anderes Bild als zuletzt in Zandvoort. Verschleiss wird kein grosses Thema sein.»
Pirelli-Rennchef Dario Marrafuschi sagte dazu: «Verschleiss ist auf dem neuen Monza-Belag kein Thema, wie wir in den ersten zwei Trainings gelernt haben. Es gab leichtes Körnen des linken Vorderrads, wenn sich also auf der Reifenoberflächen kleine Gummikügelchen bilden. Aber für die Fahrer ist es hier leicht, das in den Griff zu bekommen und diese Phase des Reifens zu überwinden.»
Wie läuft es mit dem verbesserten Ferrari-Motor? Nochmals Fred Vasseur: «Ein Schritt vorwärts, keine Frage. Aber wenn ein Auto hier auf den Geraden schnell ist, dann hat das nicht nur mit dem Motor zu schaffen, sondern auch mit der Windschlüpfigkeit des Fahrzeugs und dem Gewicht. Wir haben noch immer einen stattlichen Abstand zu Mercedes.»
Mercedes hat angekündigt, dass Antonelli (der ohnehin wegen seines neuen Motors nach hinten rücken muss) dem anderen Fahrer Russell in Sachen Windschatten helfen wird. Das ist von Ferrari nicht zu erwarten, wie Vasseur betont: «Das kannst du dir leisten, wenn der andere Fahrer sowieso hinten ist, wir aber wollen sicherstellen, dass wir mit beiden Autos da vorne mitmischen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach


