Isack Hadjar feiert Renn-Comeback: «Der letzte Monat war schwierig»
Nach fast zwei Monaten ohne GP-Einsatz ist Formel-1-Pilot Isack Hadjar endlich zurück! Wie er die letzten Wochen erlebt hat und wie die Erwartungen fürs Aserbaidschan-Rennen sind.
58 Tage nach seinem letzten GP-Einsatz steht fest: Isack Hadjar ist wieder fit und kehrt zurück ans Steuer seines Red Bull Racing. Das gab sein Team vor dem Aserbaidschan-GP bekannt. Der junge Franzose hatte sich in der Sommerpause am Handgelenk verletzt, verpasste drei GPs. Seit dem Ungarn-Rennen Ende Juli saß er also nicht mehr am Rennwochenende am Steuer eines F1-Boliden.
Die Freude übers Comeback ist riesig
Hadjar sagte über sein Comeback: «Ich freue mich riesig darauf, wieder in mein Auto zu steigen. Der letzte Monat war schwierig für mich. Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich keine Rennen gefahren bin, und es ist ein seltsames Gefühl, an das ich mich erst gewöhnen musste.» Durch die Sommerpause und die drei Rennausfälle waren es insgesamt fast zwei Monate ohne GP-Action. Ungewohnt! Hadjar unterstützte sein Team von vor Ort, aber in ungewohnter Funktion in der Garage und nicht am Steuer.
War wichtig, die Entscheidung nicht zu überstürzen
Hadjar: «Seit ich mich verletzt habe, habe ich mich voll und ganz auf meine Genesung konzentriert, damit ich so schnell wie möglich zurückkehren kann.» Dann richtet er seine Worte an sein Team und Teamchef Laurent Mekies. Hadjar: «Ich möchte Laurent und dem Team für ihre Geduld während dieser ganzen Zeit danken. Es war wichtig, die Entscheidung nicht zu überstürzen, und jetzt fühle ich mich bereit, wieder das zu tun, was ich am besten kann – fahren.»
Red Bull Racing hatte in den vergangenen Wochen Rennwochenende für Rennwochenende entschieden, ob Hadjar rechtzeitig fit werden würde. Die Herangehensweise: Erst wenn Hadjar wieder bei 100 Prozent oder nah dran wäre, würde man ein Comeback riskieren. Zu groß wäre die Gefahr, bei einer zu frühen Rückkehr langfristige Verletzungen zu riskieren. Auf den Handgelenken liegt bei F1-Piloten besondere Belastung. Außerdem ist das Verletzungsrisiko auch ohne bestehende Verletzung hoch: Verlieren die Fahrer die Kontrolle über ihr Auto, ist eine der wichtigsten Vorbereitungen auf den Einschlag, die Hände weg vom Lenkrad zu nehmen, da sonst beim Aufprall das Lenkrad herumgerissen und die Hände oder Handgelenke verletzt werden können (siehe Daniel Ricciardo 2023 in Zandvoort). Entsprechend wäre das Risiko mit einer nicht ganz ausgeheilten Verletzung enorm gewesen. Mekies hatte immer wieder betont: Die vollständige Genesung ist das Wichtigste.
Nach drei Grands Prix Renn-Entzug nun endlich die langersehnte frohe Botschaft: Hadjar ist wieder fit und darf zurück ans Steuer. Und ihm steht ein anstrengendes Wochenende bevor mitsamt einem strammen Programm in den Wochen danach. In den nächsten sieben Wochen finden sechs Rennen statt.
Sim-Session positiv
Hadjar: «Baku ist eine einzigartige Rennstrecke, auf der man vom ersten Moment des Wochenendes an voll bei der Sache sein muss. Auch wenn seit meinem letzten Einsatz im Auto eine ganze Weile vergangen ist, verlief unsere Simulator-Sitzung positiv, und ich freue mich darauf, sofort voll durchzustarten.» Weil der GP schon am Samstag stattfindet, ist Hadjars erster Einsatz im FP1 bereits am Donnerstag.
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