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Langbahn-Team-WM: Ein deutscher Spitzenfahrer war zu wenig für Medaillen

Dass Rekordweltmeister Deutschland in diesem Jahr beim Langbahn der Nationen aufgrund diverser Absagen keine Chancen auf Gold hatte, war im Vorfeld klar. Trotz Pech fehlte nicht viel zu Bronze.

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«Ich bin stolz auf die Mannschaft», verkündet Teammanager Jörg Tebbe nach dem fünften Platz der Nationalmannschaft beim Langbahn der Nationen im niederländischen Roden. 40 Punkte hat die Truppe herausgefahren – 29 davon Teamkapitän Lukas Fienhage, der nur einen Zähler an den Briten Zach Wajtknecht abgab. Den in den Vorläufen dominierenden Briten reichte es dennoch nicht zum Titel, da Chris Harris im entscheidenden Finale an der Spitze liegend ausfiel. So siegten die Niederlande im Endlauf mit 8:7 – und wurde zum vierten Mal Weltmeister. Im Medaillenspiegel nehmen sie damit Rang 2 hinter Deutschland ein, das bislang zehnmal gewonnen hat.

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Deutschland startete mit Lukas Fienhage (Lohne), Timo Wachs (Werlte) und Dominik Werkstetter (Zeilarn) und einem 8:7-Sieg gegen Dänemark gut ins Rennen und profitierte von einer Disqualifikation von Kenneth Kruse Hansen. Im zweiten Durchgang sah es lange nach einem Maximumsieg für das deutsche Trio aus – bis Werkstetter in der letzten Kurve Grip bekam, nach außen kam und disqualifiziert wurde. Letztlich sprang ein 9:6 heraus. Mit 6:9 verlor Deutschland gegen die Franzosen. Fienhage kämpfte sich zwar an Tino Bouin vorbei und tat alles, um an die Spitze zu kommen. Für Timo Wachs und Dominik Werkstetter blieben allerdings nur die letzten Plätze.

Fienhage konnte die Briten schlagen

«Im vierten Durchgang gegen die Niederländer haben wir uns dann entschieden, Fabian Wachs einzusetzen», sagt Tebbe. Fienhage wählte die äußere Startposition und ging von dort aus in Front. Da die Niederlande aber die Plätze 2 bis 4 belegten, blieb für Fienhage und die Gebrüder Wachs wieder nur ein 6:9. «Die Wachs-Brüder konnten in jedem Fall dranbleiben», schilderte Tebbe. Er setzte deshalb Fabian Wachs in Durchgang 5 gegen Finnland erneut ein. Timo Wachs kehrte kurz vor dem Start mit einer defekten Kupplung ins Fahrerlager zurück, das Reservemotorrad kam zu spät, die Zeit war abgelaufen: Disqualifikation. Zwei Deutsche gegen drei Finnen bedeutete am Ende erneut ein 6:9. Die Briten hatten bereits vier Maximumsiege geholt und mussten lediglich gegen die Niederlande Punkte lassen – und gegen Deutschland im letzten Vorlauf. Fienhage durchbrach die britische Dominanz und setzte sich hinter Zach Wajtknecht an die zweite Position. Timo Wachs trug als Fünfter zu den fünf Punkten der Deutschen bei. Großbritannien errang deren zehn.

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«Mit etwas mehr Glück wäre Bronze drin gewesen», ist Tebbe überzeugt. Er freut sich aber auch über Platz 5, die gute Stimmung im Team und darüber, dass die drei Neulinge in der Mannschaft angekommen sind. «Natürlich war ihre Nervosität am Anfang zu spüren, aber es gab weder Reibereien noch Missgunst oder sonst was. Alle drei haben sich sehr gut eingegliedert und wir konnten ohne Druck auffahren.» Unterstützt wurde die Mannschaft von einem, der sehr gerne im Team gestanden hätte, aber zum dritten Mal in Folge verletzungsbedingt absagen musste: Daniel Spiller. «Er hofft, dass es 2027 endlich funktioniert», sagte Tebbe.

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