Charles Leclerc (Ferrari): So lief die Monza-Aussprache mit Lewis Hamilton
Nach seinem schweren Unfall in Monza gibt Leclerc Gesundheits-Entwarnung. Viel diskutiert wurde auch über das enge Duell mit Lewis Hamilton nach dem Start. Worüber die Piloten danach gesprochen haben.
Die frohe Botschaft vorweg: Nach seinem schweren Unfall und Einschlag in die Reifenstapel vorige Woche in Monza geht es Ferrari-Pilot Charles Leclerc gut. Entwarnung also!
Der Monegasse hatte nach dem heftigen Crash in der zweiten Rennrunde des Italien-GP über Sichtprobleme geklagt. In seiner Medienrunde am Donnerstag in Madrid, also vier Tage nach dem Crash, verriet er: Ganz so schlimm, wie es klang, war es nicht.
Viele Untersuchungen am Nacken, alles gut!
Leclerc: «Ich habe am Montag nach dem Unfall viele Untersuchungen machen lassen. Der Unfall sah von außen wie ein großer Einschlag aus und so hat er sich auch angefühlt. Es war aber mehr der Schock. Ich habe viel an meinem Nacken checken lassen, weil der am Montag sehr steif war. Das ist aber glaube ich nichts Ungewöhnliches nach einem solchen Einschlag. Ich kenne nicht die genauen Namen der Untersuchungen, aber ich habe viel am Nacken checken lassen und alles war in Ordnung. Die Probleme mit der Sicht hatte ich nur direkt nach dem Unfall für wenige Sekunden. Da hat vielleicht kurz das eine Auge nicht so funktioniert.» Alles in Ordnung aber, Charles Leclerc ist fit für Madrid.
Aussprache zwischen Hamilton und Leclerc
Weiteres großes Thema nach dem Monza-Rennen war die enge Szene zwischen Leclerc und seinem Teamkollegen Lewis Hamilton gewesen. Leclerc dazu: «Die Regeln sind klar. Wir wollen nie ein Auto aus unserem Team im Gras sehen. Ich habe mir das angeschaut und mit Lewis gesprochen. Ich weiß, dass ich in Kurve 2 zu weit gegangen bin, und das habe ich ihm gesagt. Und ich glaube, es ist klar, was wir tun sollten und was wir künftig vermeiden sollten. Aber ich will nicht ins Detail gehen. Das Wichtigste ist, dass es definitiv keinen Einfluss auf die gute Beziehung hat, die wir haben.»
Leclerc nimmt Verantwortung auf sich
Ausgerechnet beim Italien-GP gerieten die Ferrari aneinander. Leclerc: «Monza ist natürlich genau das Rennen, wo sowas nicht passieren sollte. Und wenn es beim Heimrennen dann doch passiert, verursacht das außen ein Chaos. Es gab bei den anderen Teams auch ein paar Reibungen, aber das Thema, über das wir am Ende sprechen ist Lewis und ich, was nicht ganz richtig ist. Aber das bedeutet nicht, dass alles perfekt gemacht worden ist. Ich habe definitiv in Kurve 2 nicht alles richtig gemacht. Und damit bin ich geradeheraus umgegangen.»
Über die Gespräche mit Lewis Hamilton verriet Leclerc: «Das Wichtigste ist, dass wir das untereinander klargestellt haben. Wir haben gesprochen, ich habe Lewis gesagt, wie ich das empfinde. Er hat mir gesagt, wie er es empfunden hat. Und ich glaube, im Nachhinein sind wir uns komplett einig.» Die Emotionen kochten nach dem Rennen vielleicht etwas hoch. Leclerc: «Wir wollen uns künftig natürlich in keiner solcher Situation wiederfinden. Und das ist für uns beide klar. »
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