Vor Alonsos Heim-GP in Madrid: Macht der Altmeister hier den Unterschied?
Heim-GP auf neuer Piste für Fernando Alonso. Die Rennstrecke «Madring» ist für alle Fahrer neu – und anspruchsvoll. Mike Krack von Aston Martin betont: Hier kann der Fahrer den Unterschied machen.
Seit 13 Jahren wartet Altmeister Fernando Alonso auf seinen 33. Grand-Prix-Sieg. Ausgerechnet beim Spanien-GP 2013 (damals noch auf dem Circuit de Catalunya bei Barcelona) stand der Spanier zuletzt ganz oben. An diesem Wochenende fährt die Formel 1 erstmals auf der neuen Strecke in Madrid, dem «Madring». Hat Alonso hier Chancen auf ein Wunder? Aston Martins Chief Trackside Officer Mike Krack bremst die Erwartungen – sagt aber auch, dass Alonso mit seinen Fähigkeiten auf dem Madring besondere Akzente setzen könnte. Unter bestimmten Bedingungen.
Madring ist eine Herausforderung
Mike Krack: «Sie haben hier etwas wirklich Außergewöhnliches geschaffen. Wir werden sehen, wie es läuft, aber auf den ersten Blick sollte man positiv sein, was sie hier in der Kürze der Zeit für eine Strecke erschaffen haben. Man könnte meinen, eine Strecke rund um ein Messegelände könnte langweilig sein. Aber ich glaube nicht, dass es langweilig werden wird. Es wird eine wirkliche Herausforderung sein und sehr spannend, wie es läuft.»
Flexibilität zählt!
Krack gibt zu bedenken, dass bei der Premiere des neuen Kurses vielleicht noch im Laufe des Wochenendes Feintuning betrieben werden muss: «Wir müssen flexibel sein, vielleicht werden einige Dinge noch angepasst werden müssen. Alle freuen sich darauf. Aber alle schauen auch sehr auf ihre Ersatzteile.» Der Kurs ist so eng und anspruchsvoll, dass es wohl zu einigen Unfällen kommen dürfte.
Der Fahrer kann in Madrid den Unterschied machen
Eine anspruchsvolle Rennstrecke – kann ein erfahrener Pilot wie der zweimalige Weltmeister Alonso hier den Unterschied machen? Krack: «Wenn man sich das Streckenlayout anschaut mit den Wänden, die hier so nah sind, kann der Fahrer hier den Unterschied machen. Nicht überall, aber an einigen Stellen. Ich mag solche Fahrer-Strecken. Ich bin zuversichtlich, dass unsere Fahrer hier gut performen.»
Krack bremst aber auch die Erwartungen der vor Ort natürlich zahlreichen und enthusiastischen spanischen Presse: «Wir sind noch keine einzige Runde gefahren, also gehen wir es Schritt für Schritt an. Wenn der Grip schlecht ist und die Bedingungen schwierig sind und die Dinge neu sind, dann haben wir ein paar herausragende Performances gesehen.»
Alonso glänzt, wenn es schwierig wird. Krack erinnert sich: «Man denke nur an Katar vor ein paar Jahren, als es einen Sandsturm gab und die Strecke sehr langsam war. Da war er teilweise vier oder fünf Sekunden schneller als die anderen. Wir könnten vielleicht so etwas im FP1 sehen. Aber dann gibt es auch noch FP2 und FP3, wo die anderen aufholen können.» Mit einem Lachen setzt er nach: «Wenn wir also direkt am Morgen die Quali machen, dann sind wir gut.» SPEEDWEEK.com war am Donnerstagmorgen schon auf der Strecke. Der Asphalt ist tatsächlich ziemlich rutschig, der Kurs eine echte Herausforderung. Krack sagt aber auch: «Man sollte nicht vergessen, dass wir es nur einmal aus dem Q1 rausgeschafft haben. Also jetzt übers Q3 zu sprechen, wäre arrogant.»
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