Carlos Sainz vor Heim-GP Madrid: «Es ist rundweg verrückt, hier zu fahren»
Die Formel-1-Bahn Madring ist für Williams-Fahrer Carlos Sainz eine echte Heimstrecke: Der vierfache GP-Sieger brennt auf den Einsatz und sagt, was die Fans vom spektakulären Kurs erwarten dürfen.
«Davon habe ich immer geträumt», sagt Carlos Sainz über den Grossen Preis von Spanien in seiner Heimatstadt, in Madrid. Der 32-jährige Spanier fährt fort: «Das ist ein Höhepunkt meiner Karriere. Natürlich war es schön, vor meinen Fans in Barcelona zu fahren, aber einen Grand Prix hier zu haben, das ist einfach etwas Anderes.»
Der WM-Fünfte von 2021, 2022 und 2024 (mit Ferrari) weiss: In die Top-Ten zu fahren, das wird gemessen an der Konkurrenzfähigkeit seines 2026er Williams schwierig. Seine vorderhand letzten WM-Punkte hat er im Mai eingefahren, als Neunter im Kanada-GP.
Nettes Detail: Beim ersten Auftritt der Königsklasse in Madrid seit 1981 tritt Williams mit einer Sonderlackierung an, welche an die Wagenfarben von Alan Jones und Carlos Reutemann erinnern, als die zwei GP-Asse Anfang der 80er Jahre in Jarama, 30 km nördlich von Madrid fuhren.
Carlos Sainz meint vor einem Rennwochenende, an welchen er im eigenen Bett schlafen kann: «Es ist schon verrückt, hier fuhr ich als Zehnjähriger mein erstes Kartrennen und träumte davon, ein Formel-1-Pilot zu werden. Und nun haben wir einen Grand Prix in meiner Stadt, es ist rundweg verrückt, hier Formel 1 zu fahren, und ich kann es nicht erwarten, endlich auf die Bahn zu gehen.»
«Ich habe die Piste mit einem Privatauto befahren, aber damals war sie noch nicht fertig. Realistischer war meine Arbeit im Rennsimulator. Aber das richtige Feeling kommt erst, wenn du wirklich fährst. Ich glaube, das ist eine Rennbahn mit Charakter und einem ganz besonderen Flair, sehr anspruchsvoll, ich schätze, wir werden Freude daran haben.»
«Ich weiss, dass wir es derzeit bei Williams nicht leicht haben. Und ich hoffe, das hier ist lediglich der Appetithappen, um dann 2027 mit einem hoffentlich konkurrenzfähigeren Auto mehr reissen zu können.»
«In Baku werden wir Verbesserungen am Wagen haben, ich sehne dieses Update herbei. Es sollte uns helfen, wie zu Beginn der Saison wieder im Bereich der Top-Ten zu liegen. Aber nach diesem Update gilt unsere ganze Aufmerksamkeit dem 2027er Auto.»
«Ich habe mich bei Williams für länger verpflichtet, weil ich an dieses Team glaube und weil ich spüre, dass wir mehr können. Wir haben 2026 einige Lektionen gelernt, und auch das wird uns helfen, ein besserer Rennstall zu sein. Aber wir müssen 2027 zurückschlagen und ein gutes Jahr zeigen. Wir müssen beweisen, dass 2026 nur ein Ausreisser war. Wir sind bei weitem unter unseren Möglichkeiten geblieben, das muss sich ändern.»
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