Lewis Hamilton/Ferrari zu Charles Leclerc: «Wir werden uns wieder treffen»
Das knallharte Duell zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc in Monza gab viel zu reden. Der Brite sagt, was er am Monegassen zu schätzen weiss und warum sich die zwei wieder in die Quere kommen.
Medienrunde mit Ferrari-Superstar Lewis Hamilton. Klar kommt die Rede nochmals auf den unerbittlichen Zweikampf zwischen den beiden Ferrari-Fahrern in Monza. Und auch auf die kritischen Aussagen von Hamilton nach dem Rennen, was die Strategie angeht.
Hamilton versucht, Druck vom Kessel zu nehmen: «Ich hatte am Montag nach dem Rennen ein gutes Gespräch mit Teamchef Fred Vasseur, um das Einiges zu klären. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind, aber wir verfolgen das gleiche Ziel – wir wollen Ferrari vorwärtsbringen.»
«Was Charles und mich angeht, so haben wir uns unter vier Augen hingesetzt und die heissen Situationen besprochen. Ich weiss es zu schätzen, wie er sich nicht vor diesem Gespräch gescheut hat, sondern mir gegenüber ganz offen ist. Letztlich müssen wir an einen Punkt kommen, an welchem wir nicht gegeneinander fahren und auf diese Weise Vierter und Fünfter werden, sondern vielmehr zusammenspannen und dann ein Wörtchen um einen Podestplatz mitreden können. Was in Monza passiert ist, das haben wir besprochen und lassen es hinter uns.»
«Aber solche Zweikämpfe sind ganz normal im Sport. Es ist auch unvermeidlich, dass wir uns auf der Bahn wieder treffen werden. Denn er will so sehr ein gutes Ergebnis erringen wie ich auch.»
Viele Tifosi fordern: Ferrari müsste nun im Titelkampf ganz auf die Karte Hamilton setzen. Aber Lewis meint: «Ich fordere beim Team nicht, dass man auf mich setzt. Was ich mit Nachdruck fordere, das ist, dass wir mehr aus unseren Möglichkeiten machen und Rennen besser umsetzen.»
«Der Rückstand auf Mercedes ist gross, und selbst wenn wir weiter Fortschritte gemacht haben, so ist der Mercedes einfach schneller. In Monza haben wir wegen der vielen Geraden alleine dort knapp sechs Zehntel verloren, auf anderen Pisten liegt das, je nach Strecken-Layout, im Bereich von drei bis vier Zehnteln.»
Lewis Hamilton hat etwas, das 20 anderen GP-Fahrern fehlt: Madring-Runden mit einem Formel-1-Rennwagen. Ferrari legte Anfang Juli auf der neuen madrilenischen Rennstrecken einen so genannten Filmtag an, der eigentlich dazu dient, Material für Werbe-Bewegtbilder zu drehen. Hamilton und Charles Leclerc liessen sich diese Chance nicht nehmen, den Madring mit ihrem 2026er Ferrari kennenzulernen.
Die Konkurrenz war nicht amüsiert und sprach von einem unerlaubten Vorteil für die Roten. Der Vorteil hält sich freilich in Grenzen: Die Bahn war überaus schmutzig, die Reifen entsprachen nicht jenem Gummi, den die Fahrer an diesem Wochenende verwenden.
Der einzige Vorteil für den siebenfachen Formel-1-Weltmeister: Er kennt die Bahn schon aus der Rennwagen-Perspektive.
Hamilton sagt vor dem GP-Wochenende auf dem Madring: «Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie staubig die Bahn war, da war null Grip, gar nichts, wir konnten nicht mal Vollgas geben. Immerhin konnte ich sehen, wo ungefähr ich durchfahren muss. Aber sonst war da wenig zu lernen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach



