Charles Leclerc (Ferrari) zu Chaos-GP in Sepang: «War ein seltsames Rennen»
Ferrari-Pilot Charles Leclerc sprach nach dem F1-GP in Malaysia von einem seltsamen Rennen: «Die beiden Extreme haben sich gegenseitig neutralisiert und wir sind dort gelandet, wo wir landen sollten.»
Der Bahrain-GP in Malaysia begann für die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton ganz schwierig – und endete versöhnlich. Am Ende des Chaos-GP wurden sie doch noch Dritter (Hamilton) und Vierter (Leclerc).
Leclerc sagte nach dem Rennen: «Es war ein seltsames Rennen. Ich glaube, alles, was in der ersten Rennhälfte schiefgehen konnte, ist schiefgegangen, und alles, was in der zweiten Rennhälfte gut laufen konnte, ist gut gelaufen. Letztendlich hat sich das also irgendwie ausgeglichen. Die beiden Extreme haben sich gegenseitig neutralisiert und wir sind dort gelandet, wo wir landen sollten. Aber es war ein nervenaufreibenderes Rennen, als ich mir erhofft hatte.»
Zum Zeitpunkt des ursprünglichen Rennbeginns hatte es geregnet, weswegen der Start nach hinten verschoben wurde. Als dann alle Fahrer rausfuhren (da zunächst auf Intermediates), hatten mehrere Autos, darunter die Ferrari, Software-Probleme (lesen Sie hier, was dahintersteckte). Daher wurde der Start abgebrochen und verschoben. Später zum nächsten Startversuch war die Strecke fast trocken. Die Teams hatten sehr unterschiedliche Entscheidung zu den Reifen getroffen: Ferrari schickte aber beide Autos auf Trockenreifen raus.
Leclerc zu Reifenwahl: Knappe Entscheidung
War Leclerc damit einverstanden? «Ich war mit dem Team auf einer Linie, ja. Ich glaube, es war eine knappe Entscheidung, wie es unter diesen Bedingungen immer der Fall ist. Wir werden darüber sprechen, ob es unter diesen Bedingungen die bessere Strategie wäre, die Autos aufzuteilen, aber es stimmt auch, dass es, wenn man die Autos aufteilt, per Definition eine sehr falsche und eine sehr gute Entscheidung gibt. Und es ist sehr schwierig, ein Zwischenszenario zu finden, bei dem beide Szenarien mehr oder weniger gleich ausgehen. Also dachten wir natürlich, dass wir das Richtige tun.» Manche Teams hatten je einen Fahrer mit Intermediates und einen mit Trockenreifen rausgeschickt. Ferrari hatte mit beiden auf Slicks gezockt. Beide fielen in der Frühphase des Rennens weit zurück, verloren Zeit. Leclerc, der sogar kurzzeitig Letzter war: «Es gibt ganz klar ein Team, nämlich Red Bull, das es meistens mit beiden Autos richtig hinbekommt. Und dafür müssen wir verstehen, was sie besser machen als wir.»
Am Ende stellte sich heraus: Es war noch zu nass für Slicks. Leclerc kam zum Reifenwechsel, ging auf Inters. Hamilton zockte und blieb draußen. Leclerc zur Entscheidungsfindung: «Es basierte auf Intuition, darauf, dass der Asphalt ziemlich trocken aussah. Die Sache ist die: Das größte Fragezeichen, das wir hatten, war, wie viel Wasser sich in den Vertiefungen des Asphalts befindet. Und es war viel mehr Wasser da, als die meisten wohl gedacht hatten. Und deshalb waren die Slicks letztendlich die falsche Entscheidung.» Doch trotz falscher Reifenentscheidung fuhren beide Ferrari noch in die Top-4. Immerhin!
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