Marc Surer: «Jean-Eric Vergne hatte seine Chance»
Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer hat kein Mitleid mit Jean-Eric Vergne, der Ende Saison sein Cockpit für den jungen Max Verstappen räumen muss. Der Schweizer betont: «Nur die Besten gehören in die Formel 1.»
Toro Rossos Verkündung, die Formel-1-Saison 2015 mit Daniil Kvyat und dem Teenager Max Verstappen in der Formel 1 anzugreifen, überraschte nicht nur die Journalisten. Auch die Betroffenen erfuhren erst in dieser Woche davon. "Das hatte ich nicht erwartet", gestand etwa Jean-Eric Vergne, der sein Cockpit Ende Jahr räumen muss.
Nur wenig Mitleid mit dem Franzosen hat Marc Surer. Der ehemalige GP-Pilot und heutige Formel-1-TV-Experte für den Pay-TV-Sender Sky Sport 1 ist überzeugt: "Er hatte seine Chance, er fuhr gegen Daniel Ricciardo und konnte sich nicht durchsetzen. Jetzt tut er sich auch neben dem Rookie Daniil Kvyat schwer. Das ist natürlich das Schlimmste, was dir als Fahrer passieren kann: Da bist du in deiner zweiten Formel-1-Saison und kannst dich gegen einen Fahrer, der im vergangenen Jahr noch in der GP3-Serie fuhr, also ein richtiger Grünschnabel ist, nicht wirklich durchsetzen."
Surer betont: "Nur die Besten gehören in die Formel 1 und Vergne gehört nicht dazu. Er ist ein guter Fahrer und wird sicher seinen Weg machen, gerade als Franzosen sehe ich ihn in Zukunft etwa in Le Mans auf dem Treppchen. Aber ich denke, die Formel 1 ist für ihn gelaufen. Die Ergebnisse waren einfach nicht gut genug."
Tatsächlich fällt Vergnes Bilanz nach drei Formel-1-Jahren bescheiden aus: In fünfzig Grands Prix sammelte der 24-Jährige aus Pontoise nur 40 Punkte. In diesem Jahr belegt er nach elf Rennwochenenden mit elf Punkten den 13. Zwischenrang in der WM-Tabelle.
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