Michael Schumachers «Superhirn» Ross Brawn geht in die MotoGP!
Einer der größten Namen der Formel 1 geht in die MotoGP! Ross Brawn – erfolgreich mit Benetton, Ferrari, Mercedes und seinem Team Brawn GP – geht zu Pramac Racing in den Verwaltungsrat.
Ross Brawn geht in die MotoGP! Das Formel-1-Urgestein wechselt in die Königsklasse des Motorradsports. Brawn wird bei Pramac Racing in der MotoGP Teil des Verwaltungsrats. Er wird Teamchef Paolo Campinoti als strategischer Berater unterstützen.
Ross Brawn ist einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Macher der Formel 1. Der Brite war eines der prominentesten Gesichter des Dream-Teams bei Ferrari um Michael Schumacher und Jean Todt, gewann dort sechs Team-WM-Titel und fünf Fahrer-Weltmeisterschaften und handelte sich dafür den Spitznamen «Schumis Superhirn» ein. Schon zuvor bei Benetton hatte Brawn mit dem späteren Rekordweltmeister zusammengearbeitet, dort die ersten beiden WM-Titel geholt. Insgesamt darf Brawn 22 Formel-1-Weltmeisterschaften sein Eigen nennen.
Später war er fürs Honda-Werksteam in der Formel 1 verantwortlich, übernahm das Team nach dem Rückzug des Herstellers selbst. Mit Brawn GP gewann er mit Jenson Button am Steuer gleich in seiner ersten Saison Fahrer- und Team-WM (2009). Später war er Teamchef bei Mercedes (an die er sein Team verkaufte), legte dort den Grundstein für die Dominanz in der Turbohybrid-Ära.
Schließlich wechselte er zur Formel 1, war dort bis 2022 Sportdirektor und gestaltete das Reglement von 2022 bis 2025 maßgeblich. Nun mit 71 Jahren der nächste Karriereabschnitt in der MotoGP. Zwei Räder statt vier.
Jetzt der neue Job bei Pramac
Brawn: «Ich freue mich sehr, als nicht geschäftsführendes Mitglied dem Verwaltungsrat von Pramac Racing Limited beizutreten. Im Motorsport ging es schon immer um Menschen, Teamarbeit und kontinuierliche Verbesserung, und ich freue mich darauf, Paolo (Campinoti, Anm.) und das Team zu unterstützen und dort meinen Beitrag zu leisten, wo meine Erfahrung von Nutzen sein kann. Pramac hat eine beeindruckende Organisation mit starkem Teamgeist und großen Ambitionen aufgebaut, und ich freue mich darauf, Teil ihrer Zukunft zu sein.»
Campinoti: «Ich bin sehr stolz, Ross bei Pramac Racing willkommen zu heißen. Abgesehen von seiner außergewöhnlichen Karriere und seinen Erfolgen in der Formel 1 verbindet mich mit Ross seit vielen Jahren eine Freundschaft und ein Verhältnis, das von großem Respekt geprägt ist. Ich bin überzeugt, dass seine Vision, sein Fachwissen und seine Siegermentalität einen wertvollen Beitrag zum weiteren Wachstum und zur Weiterentwicklung von Pramac Racing leisten werden.»
Immer mehr Formel-1-Gesichter in der MotoGP
Brawn ist nicht das einzige bekannte Formel-1-Gesicht in der MotoGP. Der frühere langjährige Haas-Teamchef und heutige TV-Experte Günther Steiner übernahm zur laufenden Saison mit einem Konsortium das Team Tech3. In diesem Team ist auch Formel-1-Pilot Pierre Gasly einer der Investoren.
Kein Wunder, dass die Formel 1 derzeit verstärkt auf den Zweirad-Bruder blickt: Liberty Media, Besitzer der Formel 1, übernahm vergangenes Jahr auch die MotoGP. Es wird erwartet, dass auch die Motorrad-Rennserie eine Wachstumsphase durchleben wird wie die Formel 1 in den vergangenen Jahren. Doch auch vor der Übernahme durch Liberty Media gab es bereits rege Personalwechsel zwischen beiden Serien: MotoGP-Ikone Davide Brivio war zwischenzeitlich bei Alpine in der Formel 1. Aprilia-Racing-CEO Massimo Rivola war früher bei Ferrari.
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