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Russell über Antonellis WM-Führung: «Liegt jetzt an ihm, es zu verspielen»
Nach dem bitteren Aus von George Russell im Formel-1-Rennen in Kanada hat sein Teamkollege Kimi Antonelli 43 Punkte Vorsprung. Der Brite versucht, die Lage positiv zu sehen: «Der Druck ist weg.»
Mit Beginn der neuen Formel-1-Saison schien klar: Mercedes ist so überlegen, dass es deutlich danach aussieht, dass einer der beiden Silberpfeile in diesem Jahr den Fahrer-WM-Titel klarmacht. Bei den Buchmachern war Mercedes-Routinier George Russell zunächst hoch im Kurs. Der Brite fährt seine achte Saison als Stammfahrer, hat mit Stand jetzt 157 GPs jede Menge Erfahrung. Russell gewann dann auch in Melbourne – doch seit dem zweiten Rennwochenende in China stiehlt Youngster Kimi Antonelli seinem Teamkollegen die Show.
43 Punkte zwischen den Teamkollegen
Der erst 19-jährige Italiener fährt gerade mal seine zweite Saison, sammelt Siege in Serie. Bei vier am Stück steht er nun. Antonellis Sieg in Kanada bei gleichzeitigem Aus von George Russell bedeutet nun: Antonelli liegt nach fünf Wochenenden 43 Punkte vor Russell. Das ist zwar noch längst keine Entscheidung, aber schon mal ein wirklich ordentlicher Vorsprung.
Für George Russell entstand dieser Rückstand auf besonders bittere Weise: Nach einem engen Duell mit Antonelli lag er in Führung – schied dann aber mit einem technischen Defekt am Auto aus, war ziemlich angefressen.
Russell sagte später auf eine Frage zu Antonellis Vorsprung in der WM-Wertung keck: «Im Moment liegt es an ihm, es zu verspielen. Es liegen noch so viele Punkte vor ihm.»
Sind die Götter gegen Russell?
Der Brite fühlte sich nach seinem Aus sich wie vom Pech verfolgt: «Es fühlt sich an, als wollten die Götter nicht, dass ich in diesem Kampf dabei bin. Wenn ich mir den Einsatz des Safety-Cars in Japan anschaue, den Ausfall in China im Q3 beim Kampf um die Pole, den Ausfall heute hier aus der Führung heraus.»
Druck ist weg, Ball liegt bei Antonelli
All das Pech bringt Russell nun aber in eine hilfreiche Position, so der Mercedes Pilot selbst: «Aber der Druck ist weg. Einfach rausgehen und jedes einzelne Rennen genießen. Versuchen, jedes einzelne Rennen zu gewinnen. Ich habe nichts zu verlieren, also will ich nicht hier stehen und reden. Es ist natürlich frustrierend, aber ich will in diesem Kampf dabei sein. Hoffentlich wird es spannend.»
Denn nach den packenden Duellen in den ersten 30 Runden des Kanada-GP dürfte allen Beteiligten und vor allem den Fans klar sein: Es ist am spannendsten, wenn dieser Titelkampf auf der Strecke ausgetragen wird. Am liebsten genau so wie in den ersten 30 Rennrunden in Kanada.
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