Max Verstappen (2.): «Wenn ich in Baku als Zweiter gestartet wäre, dann …»
Max Verstappen hat beim Aserbaidschan-GP seinen siebten Podestplatz 2026 eingefahren, er konnte den Sieg förmlich riechen. Hätte er dieses Rennen gewonnen mit einem besseren Startplatz?
134. Podestplatz für Max Verstappen beim unterhaltsamen Grossen Preis von Aserbaidschan auf dem Baku City Circuit, mit etwas Glück hätte es sogar der 72. GP-Sieg von Max werden können (und der erste seit Abu Dhabi 2025). Am Ende behielt George Russell die Mercedes-Nase vorne, um 196 Tausendstelsekunden.
So also ist es der siebte Podestplatz 2026 für Max: Dritter in Kanada, Zweiter in Österreich, Dritter in Belgien, Zweiter in Ungarn, Dritter in Italien, Zweiter in Spanien und nun in Baku.
Es sind zwei Herzen, die in Verstappens Brust schlagen nach diesem Rennen: Der Wettbewerber Verstappen ärgert sich natürlich ein wenig, dass er so knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist; und der Realist Verstappen freut sich über eine starke Reaktion nach der verpatzten Quali.
Dennoch, wenn wir uns Max’ Speed im Rennen anschauen: Hätte er von weiter vorne losfahren können, dann …
Der vierfache Formel-1-Champion sagt: «Ja klar hätten wir das tun sollen. Aber es kommt halt vor, dass ein Problem auftaucht, und das bedeutet dann, dass man von P8 starten muss.»
«Aber ganz ehrlich, selbst wenn ich als Zweiter gestartet wäre, wäre es angesichts von Georges Tempo sehr schwer gewesen, ihn zu überholen. Vielleicht hätte ich ihm im ersten Rennteil etwas besser folgen können. Dann fährst du an die Box, bist Zweiter, hinter ihm, und dann hätten wir wahrscheinlich das gleiche Rennen gefahren und uns gegenseitig angetrieben.»
«Das hätte meinen ersten Rennteil sicher etwas einfacher gemacht, anstatt all die Autos überholen zu müssen. Der weiche Reifen war auf jeden Fall viel besser als der mittelharte. Ich war in den ersten paar Runden nach dem Start sehr stark, aber dann haben die Reifen einfach nicht mehr funktioniert, und es ging ziemlich stark darum, so lange wie möglich durchzuhalten.»
«So kam das Safety-Car tatsächlich zum richtigen Zeitpunkt, um auf die weichen Reifen zu wechseln. Und dann muss ich sagen – diese letzten Runden haben sehr viel Spass gemacht, weil es wirklich kaum Reifenverschleiss gab.»
«Ich konnte bis zum Schluss angreifen, und der Abstand lag immer bei etwa einer Sekunde oder 1,1, das war schön. Und natürlich sah es an der Ziellinie knapp aus, aber ich glaube, das lag eher daran, dass George in Kurve 15 bei der gelben Flagge ein bisschen zu wenig Motorleistung hatte. Wenn man sich also den letzten Rennteil ansieht, lag der Abstand immer bei einer Sekunde, und so wäre das Rennen wahrscheinlich auch ausgegangen.»
«Das Auto hat sich das ganze Wochenende über sehr gut angefühlt. Okay, dann hatten wir im Qualifying dieses Problem mit dem Motor. Wir haben natürlich immer noch einige Einschränkungen beim Auto, die ich schon oft erwähnt habe und die sich in diesem Jahr wahrscheinlich nicht beheben lassen. Wir wissen also, dass da für nächstes Jahr noch viel Arbeit nötig ist. Aber die Balance des Autos war gut.»
«Die letzte Runde hat irren Spass gemacht. Ich habe auch ein paar Mal die Wand gestreift – nur um hier in Baku meine Spuren zu hinterlassen. Diese Strecke ist immer eine grosse Herausforderung, im Qualifying wie auch im Rennen. Volle Kanne, das birgt natürlich Risiken, wenn man innen oder aussen so nah an bestimmten Wänden vorbeifährt. Aber das ist eben auch das Coole hier.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




