Baku-Sieger George Russell: «Habe den Glauben an mich selbst nie verloren»
George Russell kann doch noch siegen! Der Brite war der strahlende Sieger von Baku, fuht von der Pole zum F1-Sieg. Der Mercedes-Pilot sagte danach: «Ich habe den Glauben an mich selbst nie verloren.»
George Russell ist zurück ganz oben auf dem Podium! Der Mercedes-Pilot war der strahlende Sieger von Baku. Für ihn ist der Sieg in Aserbaidschan erst sein dritter Sieg der Saison. Nach dem Auftakt in Melbourne hatte Russell Platz-1-Ebbe, gewann danach in Spielberg auf dem Red Bull Ring – und jetzt endlich wieder in Baku. Den Rückstand in der WM-Tabelle auf seinen Teamkollegen Kimi Antonelli konnte er damit um 15 Punkte auf 66 Zähler reduzieren. Das ist zwar immer noch eine Menge – aber es zeigt: Es ist nicht unmöglich.
Was war an diesem Rennwochenende anders? Russell: «Ich habe mittlerweile mehr Erfahrung mit diesem neuen Fahrstil, den ich mir angeeignet habe. Bei jedem Rennen seit der Pause habe ich das Gefühl, dass ich immer besser geworden bin und mich wieder mehr wie ich selbst fühle.»
«Jetzt kommt die entscheidende Phase»
Geholfen haben dürfte auch, dass sein Teamkollege Antonelli nur von Platz 16 ins Rennen ging, sich das ganze Wochenende schwertat und Probleme am Auto hatte. Russell sagte klar: «Der Plan ist jetzt, jedes Rennen zu gewinnen. Mein Teamkollege hat eine unglaubliche Saison hingelegt. Er war die ganze Zeit über nahezu fehlerfrei, aber jetzt kommt die entscheidende Phase.» Es war in der Tat das erste Wochenende dieser Saison, in der Kimi Antonelli eine eklatante Schwäche gezeigt hatte: Der junge Italiener war im Q1 der Wand zu nah gekommen, ging daher nur von Platz 16 ins Rennen. Er kämpfte sich zwar bis auf Rang 5 vor, doch Russell konnte er nicht gefährlich werden.
Russell: «Ich werde mich aber einfach auf mich selbst konzentrieren. Wenn ich weiterhin solche Leistungen zeige wie an diesem Wochenende, werde ich glücklich sein, egal was gegen Ende der Saison passiert, denn es war eine wirklich harte Zeit für mich, aber ich habe das Gefühl, dass ich sie überwunden habe.»
Russell: «Ich bin sehr stolz auf die Widerstandsfähigkeit, die ich und mein enges Team von Ingenieuren in den schwierigen Phasen dieses Jahres bewiesen haben, denn es war viel harte Arbeit nötig, um die Herausforderungen zu meistern und meinen Fahrstil besser an das neue Auto anzupassen. Die Formel 1 ist so hart, dass man keine Gelegenheit hat, die Dinge zu üben, aber mittlerweile fällt es mir etwas intuitiver als früher, und ich gewinne an Selbstvertrauen. Vor allem auf Strecken wie dieser kann man so beim Bremsen noch ein kleines bisschen mehr herausholen, noch ein kleines bisschen näher an die Mauern heran. Und es war ein makelloses Wochenende.»
«Ich habe den Glauben an mich selbst nie verloren»
Der Brite: «Ich habe den Glauben an mich selbst nie verloren, selbst in schwierigen Momenten wusste ich, dass es einen Grund gab, warum ich nicht ganz mithalten konnte. Es war ja nicht so, dass ich plötzlich vergessen hätte, wie man fährt. Ich wusste, dass ich wieder zu meiner Form zurückfinden würde. Ich musste einfach nur Geduld haben. Deshalb bin ich zuversichtlich. Seit der Pause sind vier Rennen vergangen. In drei davon stand ich in der ersten Startreihe, drei Podiumsplätze aus den vier Rennen. Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt Woche für Woche um den Sieg kämpfen kann.»
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