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Bulega nach Cremona-Niederlage: «Platz 2 war die richtige Entscheidung»
Mit dem Sieg im ersten Lauf der Supersport-WM 2026 auf dem Cremona Circuit beendete Jeremy Cremona eine seit drei Jahren andauernde Durststrecke von Kawasaki. In die Freude mischt sich großer Frust.
Der erste Supersport-Sieg von Jeremy Alcoba kam nicht aus heiterem Himmel. Denn seit Donington Park zeigt die Formkurve des 23-Jährigen steil nach oben, was ein dritter Platz im ersten Lauf belegte. Danach stürzte der Kawasaki-Pilot in Magny-Cours in aussichtsreicher Position liegend, zeigte anschließend aber eine beeindruckende Aufholjagd.
Doch wenige Tage vor dem Heimrennen seines Puccetti-Teams wurde Alcoba mit der Verpflichtung von Jaume Masià als seinen Nachfolger in der Supersport-WM 2027 konfrontiert. Dass er in Cremona dennoch motiviert an den Start ging, muss man ihm hoch anrechnen.
Die Basis für seinen Sieg im ersten Lauf legte Alcoba im Qualifying mit der Pole-Position – zuletzt war es Philipp Öttl, der in Jerez 2021 eine Kawasaki auf den vordersten Startplatz stellte. Und der Triumph im Rennen war der erste für Kawasaki seit Can Öncü 2023 auf dem Mandalika Street Circuit.
Für den Spanier war es der erste Sieg in der Supersport-Kategorie überhaupt. «Der erste Sieg fühlt sich fantastisch an. Wir hatten während der zwei Jahre so viele Probleme, aber mir war klar, dass ich das Potenzial für Siege habe und auch um den Titel kämpfen kann», sagte der Kawasaki-Pilot im Gespräch mit SPEEDWEEK.com-Mitarbeiter Sebastian Fränschky. «Der Weg, bis wir es hierher geschafft haben, war steinig. Schon beim Test auf dieser Strecke fühlte ich mich stark und das hat natürlich geholfen. Ich brauchte diesen Erfolg, denn ich habe immer darauf hingearbeitet und mein Team hat ebenfalls einen hervorragenden Job erledigt.»
Der WM-Siebte weiter: «Wir waren schon bei den letzten drei Meetings ausgezeichnet unterwegs, aber die Ergebnisse sagten das nicht aus. Wir hätten auch schon in Magny-Cours um den Sieg kämpfen können, hatten dort aber etwas Pech – ich stürzte und holte nur noch einen Punkt. Ich war stocksauer, weil mein Speed für den Sieg gereicht hätte.»
Bei aller Freude macht Alcoba keinen Hehl aus seiner Gemütslage. «Es ist nicht der beste Zeitpunkt in meiner Karriere – für 2027 stehe ich bisher mit leeren Händen da», betonte er. «Ich lasse mich aber nicht unterkriegen, werde weiter hart arbeiten und versuchen, alle negativen Einflüsse von mir fernzuhalten. Deshalb habe ich meinen Cousin dabei, der mir hier den Rücken freihält. Ich strotze vor Selbstvertrauen, aber niemand scheint zu sehen, was ich in diesem Jahr leiste, zum Beispiel im Vergleich zu meinem Teamkollegen.»
Sein Teamkollege bei Kawasaki ist der zweifache Supersport-Weltmeister Dominique Aegerter, der nach drei Jahren Superbike-WM mit der Umstellung auf die ZX-6R hadert. Der Schweizer fuhr in Cremona den neunten Platz ein.
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