Max Verstappen: «Würden selbst mit einem Mietwagen eine Show abliefern»
Das Formel-1-Rennen in Montreal bot eine packende Show. Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen sagt aber: Es lag an den Fahrern, nicht am Reglement. Was das mit einem Mietwagen zu tun hat.
Der Kanada-GP in Montreal bot viele enge Rad-an-Rad-Duelle, allen voran um die Führung zwischen den beiden Silberpfeilen George Russell und Kimi Antonelli. Auch Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen duellierte sich mit Lewis Hamilton im Ferrari. Das Rennen in Montreal war reich an gutem Racing und packenden Szenen. Auf dem Circuit Gilles Villeneuve funktionierte das neue Motorenreglement rund um Energierückgewinnung wegen der vielen harten Bremszonen besonders gut. Also doch nicht so schlimm mit dem neuen Reglement, das in der Vergangenheit viel kritisiert wurde?
Red Bull Racing-Pilot Max Verstappen ist weiterhin kritisch. Grund dafür ist vor allem ein prägnanter Vergleich, den er erst kurz vor Kanada ziehen konnte. Außerdem spielen laut dem Niederländer die Fahrer eine größere Rolle bei der guten Show als die Autos.
Verstappen erst in der Woche zuvor am Nürburgring
Verstappen sagte nach dem Kanada-GP, in dem er Dritter wurde: «Für mich ist es in dieser Saison so, dass ich verschiedene Arten von Autos gefahren bin, und besonders letzte Woche hat mir das wieder vor Augen geführt, wie pur der Motorsport sein kann und wie großartig die Rennen sein können.» Da fuhr Max Verstappen beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit, war in einem Mercedes-AMG GT3 unterwegs.
F1-Fahrer würden auch im Mietwagen eine gute Show abliefern
Verstappen: «Wenn ich in die Formel 1 zurückkomme, ist die Sache natürlich so: Hier sind vor allem die meisten Fahrer die Besten der Welt. Selbst wenn man uns einen Mietwagen geben würde, würden wir eine gute Show abliefern und sehr hart und gut gegeneinander fahren. In diesem Sinne hat das also nichts mit den Regeln zu tun.»
Er stellt vor allem fest: «Für mich ist das beim Fahren schon ein bisschen verwirrend. So sollte die Formel 1 nicht sein. Das alles ist viel zu komplex. Bei den meisten Regeln wissen die Fans gar nicht, womit wir beim Fahren zu tun haben, was erlaubt ist, wenn man hinter einem anderen Auto fährt oder wenn man das vordere Auto ist, was wir in der Einführungsrunde tun müssen oder was wir in der Auslaufrunde tun müssen, oder wie viel Batterie wir aufladen dürfen. All diese Dinge sind einfach so schade, dass wir uns damit herumschlagen müssen. Und ja, für mich muss die F1 einfach purer sein, und ich hoffe wirklich, dass das, was sie nächstes Jahr versuchen, durchkommt, denn ich denke, das ist notwendig, das absolute Minimum, um es ein bisschen natürlicher und ein bisschen mehr zurück zur Normalität zu machen, oder zumindest ein bisschen mehr reines Rennfahren.»
Der Niederländer: «Aber wie ich schon sagte: Gebt uns als Fahrern irgendein Auto, wir werden immer fahren und für gute Unterhaltung oder eine gute Show sorgen. Es spielt keine Rolle, dass die Leute sagen: ‚Oh, aber schau mal, die Show ist großartig, die Autos haben gekämpft‘, aber das hat nichts mit dem Auto zu tun. Es muss einfach purer sein.»
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