George Russell über Lewis Hamilton & Ferrari: «Immer eine grosse Bedrohung»
George Russell musste sich in Barcelona mit dem 2. Platz hinter Ferrari-Star Lewis Hamilton begnügen. Der Brite weiss, dass die Roten ein ernstzunehmender Gegner für ihn und sein Mercedes-Team sind.
Eigentlich hätte George Russell im jüngsten Kräftemessen der Königsklasse als Erster ins Ziel kommen sollen. Schliesslich hatte er sich die Pole und damit die beste Ausgangslage gesichert, um seinen zweiten GP-Sieg in diesem Jahr einzufahren. Ausserdem fiel sein Teamkollege Kimi Antonelli kurz vor dem Zieleinlauf unverschuldet aus, weil die Batterie seiner Antriebseinheit den Dienst verweigerte.
Doch nach 66 Runden kam sein früherer Teamkollege Lewis Hamilton als Erster über die Ziellinie. Der siebenfache Weltmeister feierte damit seinen ersten GP-Sieg in Rot. Und Russell musste sich mit dem zweiten Platz abfinden. Teamchef Toto Wolff sprach rückblickend von einem Realitätscheck. Und Russell stimmt ihm zu: «Es war in einer Hinsicht sicherlich ein Realitätscheck, denn Ferrari hatte immer ein gutes Chassis, aber beim Motor waren sie ein gutes Stück weit weg von uns. Und in Barcelona haben sie einen grossen Schritt nach vorne gemacht, was den Speed auf den Geraden angeht. Da waren sie sehr viel schneller als zuvor.»
«Sie machen mit jedem Upgrade, das sie ans Auto bringen, Fortschritte. Und deshalb ist das Rennen hier in Spielberg ein wichtiger Gradmesser dafür, ob Ferrari wirklich so gut in Form ist oder ob das Wochenende in Barcelona eine Ausnahme war», erklärte der 28-Jährige mit Blick auf die Konkurrenz.
Alle Faktoren müssen stimmen
Zum Sieg seines früheren Stallgefährten sagte der vierfache GP-Sieger: «Es ist grossartig, Lewis wieder ganz vorne zu sehen, er hat das getan, was er am besten kann. Und es zeigt auch, dass in der Formel 1 einfach alle Faktoren stimmen müssen, damit man das Beste herausholen kann. Die Leute hatten ihn im vergangenen Jahr schon abgeschrieben, aber nun ist er in alter Frische wieder am Werk. Es ist ja auch nicht so, dass man als Fahrer über Nacht verlernt, wie man schnell fährt.»
Gleichzeitig erklärte Russell: «Es muss einfach alles stimmen, und wenn das der Fall ist, dann fliegt er regelrecht. Und es ist klar, dass er und Ferrari eine echte Bedrohung sind, genauso wie Kimi. Aber keiner von denen macht mich nervös, ich bin vielmehr aufgeregt, denn ich liebe den Wettbewerb. Und schon zu Kart-Zeiten hatten wir mehrere Gegner, die wir schlagen müssen. In der Formel 1 muss es auch so sein, und derzeit ist das auch so, deshalb freue ich mich sehr darüber.»
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