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Motoren-Trick: Vorteil Mercedes/Red Bull, schlecht für Ferrari, Audi, Honda
Vertreter der fünf Formel-1-Motorenhersteller haben mit den Fachleuten des Autosport-Weltverbands FIA verhandelt. Dabei ist wohl beschlossen worden – derzeit keine Änderung im Reglement.
Formel 1
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Gute Nachrichten für alle Teams mit Motoren von Mercedes und Red Bull Powertrains/Ford, schlechte Nachrichten für die Ferrari, Audi und Honda: Eine Lücke im Reglement wird derzeit nicht geschlossen, und es wird auf der Rennstrecke zeigen, ob und in welchem Masse das Auswirkungen auf die Konkurrenzfähigkeit der verschiedenen Rennwagen hat.
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Zur Erinnerung: Mit Mercedes-Antriebseinheiten fahren der Werksrennstall, dann McLaren, Williams und Alpine. Mit Motoren von Red Bull Powertrains/Ford fahren Red Bull Racing und die Racing Bulls. Ferrari-betrieben sind unterwegs das Werksteam, dazu Cadillac und Haas. Mit Honda-Motoren geht Aston Martin an den Start. Audi fährt solo mit dem eigenen Rennstall (früher Sauber). Und darum geht es: Die Konkurrenz von Mercedes hat Bedenken darüber geäussert, dass Mercedes und Red Bull Powertrains/Ford einen cleveren Weg gefunden haben, mehr Leistung aus dem Triebwerk zu kitzeln, ohne jedoch das Reglement zu verletzen.
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Dieser Motorentrick könnte so funktionieren: Das Verdichtungsverhältnis des Motors wird von den Regelhütern des Autsport-Weltverbands FIA statisch und bei Umgebungstemperatur gemessen, es liegt 2026 bei 16:1. Der Knackpunkt – Mercedes und RBPT/Ford sollen von der Wärmeausdehnung im Betrieb des Motors profitieren, um eine höhere Verdichtung zu erreichen (18:1). Und das ergäbe Vorteile in Sachen Leistung und Effizienz. Die Rede ist von einem Plus von 15 bis 20 PS oder (je nach Art Rennstrecke) 0,2 bis 0,3 Sekunden pro Runde oder 15 bis 20 Sekunden auf eine Renndistanz.
Red Bull Powertrains/Ford: Vorteil heruntergespielt Natürlich hält Ben Hodgkinson, Leiter von Red Bull Powertrains die Karten eng an der Brust: «Ach, ich schätze, es gibt da einige Nervosität unter den Motorherstellern, dass bei anderen Teams viel Ingenieurs-Hirnschmalz verwendet worden ist. Ich weiss nicht, wie viel man auf all das Gerede geben sollte. Ich bin schon recht lange in diesem Geschäft, und meist ist das alles nur Getöse. Jeder sollte sich besser auf die eigene Arbeit konzentrieren.»
«Ich weiss, was wir selber tun, und ich bin bester Dinge, dass alles dem Reglement entspricht, was wir vorbereitet haben. Klar reizen wir das Reglement aus. Und ich wäre wirklich überrascht, würden das die Anderen nicht auch machen. Aber ganz ehrlich – in diesem Punkt halte ich die Aufregung für viel Lärm um nichts.» Dieser Ansicht ist Audi-F1-Projektleiter Mattia Binotto durchaus nicht. Im Rahmen der Audi-Präsentation in Berlin hat der Italiener festgehalten: «Wenn das alles wirklich so sein sollte, wie geredet wird, dann sprechen wir hier von einem erheblichen Wettbewerbsvorteil.»
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Ferrari, Honda und Audi haben sich bei den Regelhütern der FIA dafür starkgemacht, sich das genauer anzusehen. Aber bei dieser Sitzung kam wohl heraus, dass es derzeit aus Sicht des Reglements keinen Ansatzpunkt gibt, einen möglichen sehr cleveren Kniff von Mercedes und RBPT zu unterbinden. Mit einem Protest der Gegner von RBPT und Mercedes ist nicht zu rechnen. Denn die Rivalen wissen nicht, was genau die Triebwerksspezialisten der Gegner gemacht haben. Es gibt keinen offensichtlichen Regelverstoss, und es existiert in Sachen Verdichtung keine Messmethodik für die Motoren während des Betriebs. Wir glauben: Dieses Thema wird uns in den kommenden Wochen und Monaten auf alle Fälle weiter begleiten.
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