Oscar Piastri (McLaren): «Überrascht, dass Ferrari nicht stärker war»
Im Qualifying war Ferrari noch stark – doch im Rennen schlug die Stunde der Konkurrenz. Oscar Piastri konnte im McLaren drei Plätze gutmachen – und wunderte sich über die Schwäche der Scuderia.
Für McLaren-Pilot Oscar Piastri ging es im Österreich-GP auf dem Red Bull Ring in Spielberg von Startplatz 7 rauf auf Position 4 – knapp am Podium vorbei also nach einem schwierigen Samstag (zumindest, was die Platzierung angeht). Ein starkes Comeback des Australiers, das auch der Schwäche der Konkurrenz verschuldet war.
Die Enttäuschung übers Qualifying bei McLaren war schnell einer Zuversicht fürs Rennen gewichen: Simulationen hatten eine bessere Renngeschwindigkeit vorhergesagt als das Tempo über eine schnelle Runde in der Qualifikation. Entsprechend konnte Piastri dann auch die Ferrari im GP hinter sich lassen – Lewis Hamilton auf Platz 5 knapp und Charles Leclerc auf Platz 8 deutlich.
Ferrari erfolgreich herausgefordert
Piastri sagte nach dem Rennen: «Es war ein sehr starker Nachmittag. Ich war überrascht, dass die Ferrari nicht stärker waren. Auf einer persönlichen Ebene finde ich aber, dass es ein echt gutes Rennen war.» Piastri konnte länger auf seinen Reifen draußen bleiben, Leclerc auf der Piste überholen. «Dass wir Ferrari erfolgreich herausgefordert und geschlagen haben, ist definitiv etwas sehr Positives fürs Team. Wir haben alles aus dem Auto rausgeholt.»
Weiterer Vorteil im Rennen: Weil Piastri beim Start an seinem Teamkollegen Lando Norris vorbeigezogen war, hatte er daraufhin als schnellerer McLaren die Gunst des Vorzugs beim Boxenstopp: Norris musste warten, Piastri wurde bevorzugt bedient.
Verbesserungen nach Barcelona
Piastri: «Wir haben das Rennen gut umgesetzt und haben viel angewendet, was wir in den letzten Wochen gelernt haben.» Mit Blick auf das Rennen in Barcelona vor zwei Wochen sagte er: «Barcelona war ein ziemlicher Kampf. Ich hatte danach einiges auf meiner Liste, was ich daraus gelernt habe und was ich verbessern wollte. Wir haben uns inzwischen extrem verbessert in Hinblick auf ein Rennen, das in vielerlei Punkten sehr ähnlich war.»
Für die nächsten Rennen ist aber noch Arbeit zu leisten. Schon diese Woche ist für McLaren und Piastris Teamkollegen Norris Heimrennen in Silverstone. Piastri: «Wir müssen definitiv noch mehr Tempo finden, wenn wir die Top-3 dauerhaft herausfordern wollen. Wir haben keine spezifischen Schwächen, sondern müssen an der allgemeinen Performance und am Grip arbeiten. Wir wollen aber auch das Momentum mit in die nächsten Rennen nehmen.»
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