Großes Chattering-Rätsel beendete Top-10-Vorstoß von Toprak Razgatlioglu
Vom letzten Startplatz preschte Razgatlioglu bis auf P11 vor. Anstatt eines Top-10-Ergebnisses fuhr der Türke zur Rennhalbzeit an die Box, die Yamaha M1 entwickelte sich zu einem Sicherheitsrisiko.
Wer das Rennen der Königsklasse verfolgte, staunte nicht schlecht, als Toprak Razgatlioglu einen Husarenritt auf der Pramac-Yamaha zeigte und zwischenzeitlich auf Platz 11 lag. Den möglichen Platz in den Top 10 musste er allerdings aufgeben. Der Grund – massives Chattering in den Linkskurven.
Toprak nutzte hinteres Startgerangel clever aus
Der Start verlief für ihn aus der letzten Reihe turbulent. Er beschrieb dabei, dass in Kurve 5 etwas Chaos herrschte und es Gerangel gab, was er durch eine clevere Linienwahl ausnutzen konnte und mehrere Positionen gut machen konnte. «Ich glaube, jemand ist fast stehengeblieben. Ich habe dort vielleicht drei, vier Fahrer überholt.» Mit dem mittelharten Hinterreifen fand er in der Folge ein starkes Tempo und arbeitete sich bis an die Top 10 heran. «Ich bin auf P22 gestartet, als Letzter. Dann war ich nahe der der ersten Zehn.
Das Duell mit Markenkollegen Fabio Quartararo feuerte Razgatlioglu zusätzlich an. Er wollte an dem Franzosen vorbei, um später mit Enea Bastianini (KTM) mithalten zu können. «Ich hatte das Gefühl, ich habe mehr Speed. Aber als ich bei Fabio ankam, fing das Chattering an.» Danach verschlimmerte sich das Problem.
Rätselhaftes Chattering-Problem – Toprak musste in die Box fahren
Was folgte, war für Razgatlioglu nicht nachvollziehbar. In den schnellen Linkskurven hatte er heftige Vibrationen am Vorderrad, was sich allerdings nicht beruhigen ließ. «Normalerweise hört das Chattering auf, wenn man Gas gibt.« Diesmal ließ sich das Problem nicht lösen und wurde von Runde zu Runde schlimmer. Er sprach von einer unmöglichen Situation und musste zur Rennhalbzeit an die Box fahren.
Trotz des frustrierenden Ausgangs überwog am Ende die Zufriedenheit über die gezeigte Pace. Auf die Frage, ob das Rennen bis zum Problem zu seinen besten der Saison gezählt habe, antwortete der Superbike-Weltmeister: «Ja, das war ein gutes Rennen. Ich wäre Neunter oder Zehnter geworden, und ich hatte das Gefühl, ich hatte mehr Pace als Fabio.» Auch dem Start ohne Hole-Shot-Device an der Front des Motorrads kann der Yamaha-Pilot einiges abgewinnen: «Es ist viel besser, weil es in der ersten Kurve sicherer ist.»
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