Max Verstappen knapp am Sieg vorbei: Wie geht’s bei den nächsten GP weiter?
Max Verstappen wirkte auf dem Red Bull Ring wie ein Hai, der Blut gerochen hat. Am Ende fehlten zum fünften Österreich-GP-Sieg nur 1,611 Sekunden. Wie geht das nun bei den kommenden Rennen weiter?
Was hatte Max Verstappen-Manager Raymond Vermeulen vor dem Grossen Preis von Österreich gesagt? «Ein Max Verstappen ist nicht dazu geboren, um fünfte oder sechste Ränge mitzufahren.»
Aber dann, vom fünften Startplatz kommend, zeigte der vierfache Formel-1-Champion eine atemberaubende Leistung: Im ersten Teil des Grand Prix warf sich Verstappen auf seine Gegner, als würde das Rennen nur zehn Runden dauern, dann eine Phase des Reifenschonens, und zum Schluss musste Leader George Russell höllisch aufpassen, um sich nicht vom aufrückenden Verstappen überfallen zu lassen.
Zum 72. GP-Sieg (dem ersten seit Abu Dhabi 2025) fehlten am Ende 1,611 Sekunden für Max, aber aus dem zweiten Podestplatz 2026 (nach P3 in Montreal) darf Verstappen viel Hoffnung schöpfen. Denn die jüngsten Verbesserungen an seinem Rennwagen haben voll eingeschlagen.
Verstappen sagt: «Die ersten paar Runden mit all diesen Zweikämpfen haben irre Spass gemacht, dann schaltete ich in den Reifenspar-Modus um. Wir hatten ein paar kleine Probleme in der zweiten Rennhälfte, aber alles in allem darf ich sehr zufrieden sein – wir hätten fast gewonnen.»
«Ich hatte zum ersten Mal in diesem Jahr das Gefühl, dass ich wirklich um den Sieg mitreden kann. Leider kamen dann die Probleme. Ich weiss nicht, was da passiert ist – Bodenunebenheiten, Traktion, Randsteinritt, auf einmal war das alles ganz knifflig, die gute Balance war weg. Wir werden uns das in Ruhe ansehen müssen.»
«Ich hatte auch Bremsprobleme, das hatte ich zuvor im Training nicht. Du passt dich solchen Schwierigkeiten an, aber ideal war es nicht. Das alles werden wir in der Analyse ergründen.»
In Österreich knapp am Sieg vorbei, das macht Mumm für Silverstone. Max findet: «Wir nehmen ein Rennen ums andere. Jeder weiss, dass ich Silverstone liebe, aber als ich die Bahn mit der neuen Rennwagen-Generation virtuell befuhr, musste ich lachen – das fühlt sich wie eine ganz andere Strecke an. Da reicht die Batterieleistung nicht mal für eine Runde. Das wird für alle Fahrer ganz anders sein als gewohnt.»
«Das Entscheidende ist: Hier am Red Bull Ring hast du lange Geraden und dann heftige Bremszonen, also hast du genug Gelegenheiten, die Batterie aufzuladen. In Silverstone aber hast du lange Geraden mit vielen schnellen Kurven, das reicht nicht zum Laden, und wenn du das nicht irgendwie schaffst, hast du am Ende der Runde keinen Saft mehr. Da werden sich die Piloten schwertun.»
Was muss passieren, damit Verstappen regelmässig um Siege mitreden kann? Max: «Wir brauchen als Rennwagen einen Allrounder. Und ein Auto, das weniger Mucken macht. Denn da gibt es noch jene Menge Angelegenheiten, die sich eher im Verborgenen abspielen. Wir kümmern uns um all das, und ich hoffe, wir kriegen das bald auf die Reihe. Aber wir haben noch viel Arbeit vor uns.»
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