Verstappen in Österreich brillant, Chef Mekies «begeistert und enttäuscht»
Zur Freude von 30.000 niederländischen Besuchern hat Max Verstappen seinen siebten Podestplatz beim Österreich-GP eingefahren. Wie Teamchef Laurent Mekies die Leistung einstuft.
Das war eines vierfachen Formel-1-Champions würdig: Max Verstappen ist auf dem Red Bull Ring vom fünften Starplatz auf Rang 2 geflitzt, zweiter Podestplatz 2026 (nach P3 in Kanada), siebter Podestplatz auf der Heimstrecke von Red Bull (vier Siege und nun drei zweite Ränge).
Kein Zweifel: Die jüngsten Verbesserungen an Red Bull Racing-Rennwagen haben Verstappen wieder in die Nähe eines GP-Sieges gemacht, am Ende fehlten auf Sieger George Russell nur 1,611 Sekunden!
RBR-Teamchef Laurent Mekies stuft die Leistung des Niederländers so ein: «Der stärkste Eindruck für mich heute ist – wir hatten ein richtig schnelles Rennauto. Erstmals in dieser Saison lag es in unserer Hand, ein Rennen zu gewinnen.»
«Auf der anderen Seite sind wir Vollblut-Racer, angefangen bei Max, und wenn du dann am Ende quasi im Getriebe des Siegers über die Ziellinie bretterst, dann ist das natürlich enttäuschend.»
«Aber nochmals: Das ist ein massiver Schritt vorwärts, und ich möchte der ganzen Mannschaft im Rennwagenwerk danken, die sich die Hände schwielig gearbeitet haben, um dieses Evo-Paket hier auf die Bahn zu bringen.»
«Die Leute dürfen nicht vergessen: Wir lagen beim Saisonauftakt um eine Sekunde pro Runde hinten, und nun, beim achten WM-Lauf, hätten wir fast gewonnen; und das wohlgemerkt gegen Rivalen, die nicht höflich auf uns warten in Sachen Entwicklung.»
«Das wird auch so weiter gehen, die Rennställe werden weiterhin intensiv entwickeln und Verbesserungen an die Rennwagen bringen.»
«Wenn du so viele Neuheiten ans Auto bringst, dann ist es nicht ganz einfach, das alles ein Einklang zu bringen. Es hat eine Weile gedauert, bis wir den Wagen im besten Betriebsfenster hatten. Die Fahrer haben zusammen mit den Ingenieuren hier, unterstützt von den Kollegen zuhause in Milton Keynes, einen Super-Job gemacht, um am Sonntag ein siegfähiges Auto zu haben. Davon gerne mehr.»
«Wir sind uns aber auch darüber im Klaren, dass die anderen Teams nachlegen werden, das Kräfteverhältnis wird deswegen variieren und auch je nach Pistenlayout.»
Natürlich stellte sich nach dem spannenden Österreich-GP die Frage: Haben die Red Bull Racing-Strategen Verstappen im mittleren Teil zu lange auf der Bahn gelassen? Da büsste Max gegen Russell rund zehn Sekunden ein, die er sich später zurückholen musste.
Laurent Mekies findet: «Wir werden analysieren, wie das genau gelaufen ist. Aber es gibt dabei verschiedene Faktoren zu beachten. Wir könnten ja auch sagen – wenn wir weiter vorne starten, dann ist unsere Ausgangslage automatisch besser.»
«Die Strategen arbeiten nach bestem Wissen und Gewissen, und es wird sich in der Analyse zeigen, ob es heute einen schnelleren Weg ins Ziel gegeben hätte. Ungeachtet dessen – Max hat ein phänomenales Rennen gezeigt und aus seinen Möglichkeiten wirklich das Beste gemacht.»
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