Oscar Piastri (McLaren): «Haben seit Baku nicht mehr so viele davon»
Crash-Verbot bei McLaren! Das Papaya-Team ist wieder mit Drehflügel unterwegs, warnt aber: Viele Teile haben sie nicht mehr. In den F1-Trainings fuhr McLaren in der Gruppe der Top-4-Teams hinterher.
Wo stehen die Formel-1-Teams vor dem Qualifying für den Bahrain-GP in Malaysia wirklich? Die Freitagstrainings gaben ein diffuses Bild ab. Die Strecke ist neu für die meisten Fahrer und neu für alle mit den derzeitigen Autos. Dazu fuhren kaum Teams auf wirklich schnelle Runden, der Fokus lag viel auf Long-Runs. Der Blick auf die Zeitenliste war daher nicht sonderlich aussagekräftig.
McLaren im FP1 mit Problemen
Am Samstag schien das Bild nach dem Abschlusstraining zumindest ein wenig klarer: Die Mercedes-Upgrades scheinen zu funktionieren – zumindest landete Kimi Antonelli im FP3 locker vorne. Red Bull Racing ist klar der erste Mercedes-Verfolger, Max Verstappen wurde Zweiter. Ferrari sortierte sich dahinter auf Platz 5 und 6 ein, McLaren auf 7 und 8. Das Papaya-Team war im FP1 noch weit weg von der Spitze gewesen. McLaren-Pilot Oscar Piastri sagte: «Im ersten freien Training hatten wir, ehrlich gesagt, große Schwierigkeiten. Inzwischen sieht es positiver aus.»
Piastri war auch wieder mit dem sogenannten Macarena-Flügel unterwegs. Das ist der berühmte drehbare Heckflügel, den Ferrari zu Beginn der Saison erdacht hatte und der inzwischen von den meisten Teams übernommen wurde. Machte der Drehflügel Papaya zu schaffen? Piastri mit einem müden Lachen: «Nein, der war kein Grund zur Sorge. Es ist eher so, dass wir nach Baku nicht mehr sehr viele davon haben. Also, nein, es war alles in Ordnung.»
In Baku wurde Piastris Kollege Lando Norris ja von Franco Colapinto abgeräumt. Da hatte McLaren gerade eine frisch überarbeitete Variante des bei ihnen H-Flügel genannten Spezial-Heckflügels angebracht. In Sepang sollte also idealerweise kein McLaren verunfallen – sonst könnten die Teile schnell knapp werden. Die Fabrik in Woking/UK ist weit weg und gleich nächste Woche wird in Singapur gefahren.
Top-4 ausgeglichen – McLaren winzigen Schritt zurück
Piastris Prognose (Stand nach dem FP2): «Ich denke, es sieht zwischen den vier Top-Teams ziemlich ausgeglichen aus. Ich finde, Red Bull hat den ganzen Tag über sehr stark gewirkt. Ich denke, auch Mercedes hat zeitweise stark gewirkt. Und natürlich war Ferrari damals ziemlich gut. Es war also sozusagen jeder mal an der Reihe, einigermaßen konkurrenzfähig zu sein. Ich glaube, wir liegen vielleicht einen winzigen Schritt zurück, aber wir haben seit dem ersten freien Training große Fortschritte gemacht. Hoffentlich können wir diesen Trend fortsetzen, und wir werden sehen, wo wir am Ende landen.»
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