Marc Marquez souverän: Der Champion holte sich seinen 22. Sprint-Sieg
Marc Marquez stellte im MotoGP-Sprint in Motegi klar, wer der Weltmeister ist. In der ersten Kurve schnappte er sich Jorge Martin, danach fuhr der Ducati-Pilot einen kontrollierten Sieg nach Hause.
Ducati-Ass Marc Marquez zeigte im MotoGP-Sprint in Motegi eine weltmeisterliche Leistung. Von Startplatz 2 überholte er in der ersten Kurve Pole-Setter und WM-Titel-Rivale Jorge Martin (Aprilia). Danach konnten sich MM93 und der «Martinator» etwas absetzen.
Marquez fuhr danach ein kontrolliertes Rennen, mit dem weichen Hinterreifen war er in seinem Flow. In Runde 6 fuhr er die schnellste Rennrunde, sein Vorsprung auf Martin war auf eine Sekunde angewachsen. Als Martin danach etwas näherkam, zog der neunfache Champion das Tempo wieder an. Vier Runden vor Schluss folgte eine weitere schnellste Rennrunde.
Änderung am Bike brachte den Erfolg
Im Finish machte Martin einen kleinen Fehler. Marc Marquez überquerte dann die Ziellinie als Erster mit 2,5 sec Vorsprung auf seinen Landsmann. «Im Qualifying war mein Ziel die erste Startreihe. Von Position 1 oder 2 hatte man die beste Ausgangslage, um ein gutes Sprintrennen zu fahren», meinte Marquez im Sieger-Interview. Seine Desmosedici war für das Rennen über 12 Runden perfekt vorbereitet. «Für den Sprint haben wir eine kleine Änderung vorgenommen, ich fühlte mich damit viel besser auf dem Motorrad.»
Wie erging es ihm mit dem Reifenverschleiß? «Sehr gut. Ich habe es nicht überprüft, aber ich konnte mit dem Reifen am Ende immer noch eine 1:43er-Runde fahren. Daher war der Reifenverschleiß gering», so Marquez. Ist der weiche Reifen eine Option für den Grand Prix am Sonntag? «Das könnte eine Option sein. Wir müssen es aber gut abwägen, denn dies bedeutet auch ein höheres Risiko», grübelte der 33-Jährige. «Das Wichtigste ist, dass wir heute das Maximum herausgeholt haben, und morgen müssen wir abwägen, welcher Reifen für uns der Beste ist.»
«Martin war heute der gefährlichste Gegner, weil er von der Pole-Position gestartet ist, gefolgt von Acosta und Bezzecchi. Bezzecchi hatte, glaube ich, mit den Medium-Reifen etwas mehr zu kämpfen. Seltsam, denn heute Vormittag war er sehr schnell. Bei einer kleinen Temperaturänderung verändert sich der Reifen und der Grip ist ganz anders. Das ist also ein Punkt, den wir gut verstehen müssen», führte Marquez weiter aus. «Ich habe versucht, das Rennen zu kontrollieren, und in Runde 8 oder 9 habe ich versucht, noch etwas mehr zu pushen, um den Vorsprung weiter auszubauen. Ich sagte zu mir: ‘Okay, ich will die letzten drei Runden etwas entspannter fahren.’ Ich habe es gut hinbekommen.»
Marquez erzielte in Japan seinen 22. Sprint-Sieg. Da Jorge Martin aufgrund der Überschreitung der Track Limits in der letzten Runde um eine Position auf Rang 3 zurückversetzt wurde, schmolz der Vorsprung des Aprilia-Piloten in der Gesamtwertung auf sieben Punkte zusammen. «Ich bin an der Spitze gefahren und habe mich gut gefühlt. Job erledigt, morgen geht’s weiter», war Marc Marquez zufrieden.
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