Pierre Gasly (Alpine): Podium verloren, Pole gewonnen, Siebter geworden
Was für ein Wochenende! Pole-Mann Pierre Gasly (Alpine) war nach Platz 7 im F1-GP von Monza zwiegespalten. Ein besonderes Schmuckstück bleibt ihm als Erinnerung an ein außergewöhnliches Wochenende.
Emotionale Tage für Pierre Gasly. Der Überraschungs-Pole-Setter vom Monza-Samstag wurde am Sonntag im Großen Preis von Italien Siebter. Beim GP in Monza, nahe seiner Wahlheimat Mailand, landete der Alpine-Pilot am Ende weiter hinten als erhofft – und hatte am Ende gemischte Gefühle.
Gasly sagte nach dem Rennen: «Der Teil von mir, der realistisch ist, ist sehr zufrieden. Wenn man von der Pole-Position startet, hat man natürlich auch eine Seite, die denkt: ‚Okay, was kann in 54 Runden alles passieren, dies und das.‘ Aber ich muss ehrlich sein: Vor dem Rennen wussten wir, dass es extrem schwierig werden würde, das Tempo im Rennen zu halten und mit den Spitzenfahrern mitzuhalten.»
Viel Positives steckte im Monza-Wochenende
Also insgesamt eine positive Bilanz: «Ich bin sehr zufrieden mit den beiden Starts. Wir hatten zwei großartige Starts, konnten beim ersten die Führung halten, beim zweiten lief es ebenfalls super. Es gab ein paar Zweikämpfe, wir blieben in den ersten zehn Runden dran, haben uns ein Duell mit Lando (Norris, Anm), geliefert, der die letzten beiden Rennen gewonnen hat. Aus unserer Sicht ist das sehr positiv, und wir sind drei Sekunden hinter Lewis (Hamilton, Anm.) ins Ziel gekommen, der dieses Jahr um Podiumsplätze kämpft – damit bin ich also keineswegs unzufrieden. Natürlich ist das Endergebnis Platz 7, und man wünscht sich, man hätte noch etwas mehr herausholen können. Aber ich denke, insgesamt müssen wir einfach alle positiven Aspekte des Wochenendes mitnehmen, denn davon gab es viele.»
Monaco-Entscheidung gegen Gasly
Für Gasly war das Monza-Wochenende ein Wechselbad der Gefühle:
Spannende 24h
Gasly zu diesen verrückten Tagen: «Das ist ein wenig die Geschichte meines Lebens. Es ist viel passiert. Die letzten 24 Stunden waren auf jeden Fall extrem spannend und haben riesigen Spaß gemacht – mit all der Energie, der Motivation in der Box und der Reaktion des gesamten Teams. Ich bin mir sicher, dass das uns allen einen riesigen Schub geben wird. Wenn ich mir anschaue, wo wir letztes Jahr standen und wo wir heute sind. Die Autos vor uns lagen nur knapp vor uns, aber wir lagen 18 Sekunden vor Lindblad. Der Abstand zu den Autos vor uns war geringer als der Abstand zu den Autos hinter uns. Darauf müssen wir aufbauen und hoffentlich können wir das wiederholen.»
Von diesem besonderen Wochenende bleibt Gasly ein besonderes Erinnerungsstück: ein Pole-Position-Ring, den in Monza neuerdings jeder Pole-Mann maßgefertigt bekommt. Am Samstag wurden bereits Maß genommen. Gasly: «Das ist cool. Das sollten sie öfter machen, vor allem, wenn ich die Pole-Position hole», sagte er mit einem Lachen. Es war seine erste Pole. Gasly: «Anscheinend ist das eine dieser Aktionen, die sie in Monza schon seit drei Jahren veranstalten. Es ist so ähnlich wie in der NBA. 18-Karat-Gold und ein paar Diamanten und so. Ich werde ihn in die Vitrine legen, da wird er toll aussehen.»
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